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| AUSZÜGE UND KRITIK ZU CAESARS ATUATUCA |
Freitag, 30. 07. 2010 |
>>Auszug von Texten zu Caesar b.g. das Atuatuca betreffend, mit entsprechenden Kritiken von Franz Wilhelm August Freiherr Göler von Ravensburg.
Franz Wilhelm August Freiherr Göler von Ravensburg starb am 10. Juni 1862 in Karlsruhe. Nach seinem Tode gab sein Sohn Freiherr Ernst August Göler von Ravensburg eine 2. Auflage der Werke seines Vaters heraus. Der Titel dieser Auflage lautet: Caesars Gallischer Krieg und Theile seines Bürgerkriegs nebst Anhängen über das römische Kriegswesen und über römische Daten. Nach dem Tode des Verfassers herausgegeben von Ernst August von Göler. (Tübingen 1880)
B.G. L.V
Eine und eine halbe Legion, worunter die neu ausgehobene (14. oder 15.) Legion, unter Q. Titurius Sabinus und L. Aurunculeus Cotta bei Aduatuca, nahezu auf der südlichen Grenze des Eburonenlandes, das von Ambiorix und Catuvolcus beherrscht wurde, und sich grösstentheils zwischen der Maas und dem Rheine ausdehnte. Aduatuca selbst aber lag in der Nähe des heutigen Limburg an der Vesdre (Weser).
Lossau tadelt diese weitläufige Dislocation und behauptet, Cäsar hätte besser gethan, durch Errichtung von Magazinen die Verpflegung zu sichern, als die Lager so weit aus einander zu legen. Dieser Vorwurf wird sich jetzt aber wohl nicht mehr stichhaltig begründen lassen, weil uns nicht mehr bekannt werden kann, welche Schwierigkeiten der Anlegung jener Magazine damals im Wege standen. Jedenfalls konnte durch die Vertheilung des Heeres auf einen grössern Raum die Verproviantirung früher beendigt und leichter vollständig erhalten werden, als wenn es concentrirter stand. Ferner war ein Winterlager, wie aus Cäsar's Text selbst zu entnehmen ist, für die damalige Kampfesweise so fest, dass wenn es angegriffen wurde, es sich mit Sicherheit bis zum Entsätze halten konnte, der bei fraglicher Dislocation innerhalb einiger Tage eintreten musste. Nur die Einschüchterung, welche Titurius über sich kommen liess, und sein unzweckmäsiges Verhalten konnte so viel Unglück über Cäsar bringen, wie die später folgenden Zeilen berichten.
Napoleon III spricht im Precis des guerres de Cesar über diese Dislocirung keinen Tadel aus.
Das Lager des Labienus bei La Vacherie will der Major Locqueyssie in den Resten dreiseitiger Gräben wiedergefunden haben.
Dass das Aduatuca der Eburonen mit dem Aduatuca Tungrorum, dem heutigen Tongern, nicht identisch ist, für das es lange galt, wurde neuerer Zeit unter andern von Drumann mit Recht hervorgehoben, und nicht nur der von Letzterm angeführte Grund, dass die Sigambrer, als sie das römische Lager bei Aduatuca überfielen, die Maas nicht überschritten, spricht gegen die Identität jener beiden Aduatuca, sondern auch der Umstand, dass das Lager des Titurius, wenn es bei Tongern angenommen würde, vom Lager des Labienus zu weit entfernt gewesen wäre, als dass man hiermit die von den Commentarien in V, 27. gegebene Entfernung »von wenig mehr als 17 Stunden« in Einklang bringen könnte. Um aber die Lage von Aduatuca auch positiv zu bestimmen, müssen wir auf die Dislocirung sämmtlicher Legionen einen Rückblick werfen; und da finden wir, dass Casars Lager zwei Gruppen bildeten, eine westliche aus den Lagern bei Bray, Montdidier, Doulens und Soissons, und eine östliche aus den Lagern des Labienus im Gebiete der Remer, des Cicero im Gebiete der Nervier und des Titurius im Gebiete der Eburonen bestehend. Zur nähern Bestimmung der Oertlichkeit dieser drei letztem Lager müssen wir vor Allem untersuchen, wie der Ausspruch Cäsars in V, 24: »Dass mit Ausnahme des Lagers des Roscius sämmtliche Lager innerhalb einer Entfernung von 100,000 Passus lagen«, zu verstehen ist.
Da die Lager der westlichen Gruppe viel näher, als jenes Mass besagt, beisammen lagen, die grösste Entfernung, welche unter ihnen vorkommt, nämlich diejenige von Bray nach Soissons nur 42,000 Passus beträgt, und da die Entfernungen der drei Lager der östlichen Gruppe unter sich nach V, 27. und V, 53. nur 50,000 Passus, 60,000 Passus und wenig mehr betrugen, so können wir das von Cäsar angegebene Mass von 100,000 Passus nur auf die Entfernung der einen Gruppe von der andern beziehen.
... abmarschiere, so lange man im Einklänge handle; während Zwietracht nur Unglück herbeiführen könne. Es wurde noch bis Mitternacht hin- und hergestritten, da endlich reichte Cotta dem Titurius die Hand, und des Letztern Ansicht behielt Geltung.
Nun wurde im Lager bekannt gemacht, dass man mit Tagesanbruch abmarschire. Alles war daher den übrigen Theil der Nacht auf den Beinen und jeder Soldat musterte seine Habseligkeiten, um auszusuchen, was er wohl mitnehmen könne, und was von seiner Winterausstattung zurückgelassen werden müsse. So zog man einerseits alle Gründe in Erwägung, nach welchen das Verbleiben im Lager gefahrvoll sein sollte, während man doch andrerseits die Soldaten durch eine schlaflose Nacht ermüdete und somit die Gefahr nur vergrösserte.
Mit Sonnenaufgang wurde also nach Cicero's Winterlager aufgebrochen. Die Colonne aber war sehr lang und mit ausserordentlich vielem Gepäck beschwert, weil man den festen Glauben hatte, Ambiorix habe seinen Rath nicht als Feind, sondern als der beste Freund ertheilt.
Titurius Lager war 12 Stunden von Cicero's Lager ertfernt. Man konnte daher in zwei forcirten Märschen dahin gelangen, oder den zweiten Tag Abends daselbst eintreffen.
Die Eburonen hatten an dem nächtlichen Lärm und dem wachen Treiben im Lager gemerkt, dass der Abmarsch statthaben werde, hatten sich in zwei Heerhaufen getheilt und sich, etwa 3/4 Stunden vom romischen Lager entfernt, an geeigneten und dem Auge entzogenen Waldstellen in Hinterhalt gelegt.
Dort erwarteten sie die Ankunft der Römer, und als sich der grössere Theil der Colonne in einen grossen Thalkessel hinabgesenkt hatte, da erschienen sie plötzlich auf beiden Seiten des Kessels, und begannen die Queue der Colonnen zu drängen, der Tete aber das Ersteigen der gegenüber liegenden Thalwand zu verwehren, so dass sie den Kampf gerade an einer den Römern höchst nachtheiligen Stelle eröffneten.
Titurius, der für Nichts Vorsorge getroffen hatte, lief nun bestürtzt umher, um den Cohorten ihre Stellung anzuweisen, aber auch dies that er so unentschlossen, dass man ihm ansah, er habe völlig den Kopf verloren wie es Leuten zu gehen pflegt, die erst dann zum Entschlüsse getrieben werden, wenn sie bereits handeln sollten.
Cotta dagegen, der es sich gedacht, dass ein solcher Fall auf dem Marsche vorkommen möchte, und deshalb im Kriegsrathe vom Abmarsch abgerathen hatte, war überall thätig und hilfreich. Er vertrat in ermuthigendem Zuruf den Commandirenden, und leistete im Kampfe den Dienst des Soldaten.
Kessel wird eine von allen Seiten durch Erhöhung begrenzte Vertiefuug des Bodens von rundlicher Gestalt genannt. Die Kessel unterscheiden sich von den Thalbecken hauptsächlich dadurch, dass sie entweder gar keinen oder doch nur einen einzigen Ausgang haben, die Sohle gewöhnlich Wasser (Seen) oder wenigstens Weichland enthält, weil das von den Höhen ablaufende Wasser keinen Ablauf hat.
Der Unterschied zwischen »vallis« und »convallis« ist in den lateinischen Wörterbüchern selten hervorgehoben und doch ist es für die Terrainbeschreibung so wesentlich.
Da die beiden Commandeure wegen der Länge der Colonne nicht überall selbst herumkommen und das Nöthige verordnen konnten, so befahlen sie durch Passeparole, das Gepäck im Stich zu lassen und eine Carre zu formiren.
Cäsar spricht sich über das Aufgeben des Gepäcks folgendermassen aus: »Obwohl diese Massregel in einem derartigen Fall nicht zu tadeln ist, so schlug sie doch damals zum Unglück aus; denn unsere Soldaten wurden entmuthigt, die Eburonen dagegen um so kampflustiger, als ein solcher Entschluss durch die höchste Furcht und Verzweiflung hervorgerufen zu sein schien. Ferner war es nicht zu vermeiden, dass die Soldaten nicht da und dort von ihren Abtheilungen wegliefen, um von der Gepäckscolonne noch schnell zu holen und zu sich zu stecken,was ihnen am meisten am Herzen hing«.
Ueberall im römischen Heere war Geschrei und Jammern. Die Eburonen aber wussten, was sie zu thun hatten; denn ihre Führer liessen im ganzen Heere ausrufen: Keiner dürfe seine Stelle verlassen, ihnen sei und bleibe ja, was die Römer im Stiche gelassen, und sie sollten doch bedenken, dass Alles auf dem Siege beruhe.
Die Eburonen waren sowohl vermöge ihrer Tapferkeit als ihrer Anzahl dem Kampfe gewachsen. Die Römer jedoch, obgleich sie von ihrem Commandeur und von ihrem Kriegsglück im Stiche gelassen waren, suchten nur in der Tapferkeit Heil, und so oft eine Cohorte aus der Front des Carres hervorbrach, richtete sie unter dem Feinde ein grosses Blutbad an.
Das Caesar war gewiss kein volles, sondern ein hohles Carre; denn es musste in seinem Innern nicht nur für die Commandeure und den Stab, sondern auch für die Trossknechte, die Marketender etc. etc. und für die Verwundeten Raum sein. Das Gepäck, welches zudem hier ungewöhnlich gross war und im Stiche gelassen werden musste, konnte nicht in das Carré aufgenommen werden, weil das Corps hiezu zu klein war. Das Aufnehmen des Gepäcks im Innern einer geschlossenen Stellung (agmen quadratum) war nur Corps von einer beträchtlichen Grösse möglich, weil die Umfangslinie eines Flächenraums verhältnissmässig viel schneller abnimmt, als der von ihr eingeschlossene Raum.
Das Corps, welches bei Ruspina ein grosses Carré bildete, hatte kein schweres Gepäck bei sich, weil es keinen Marsch, sondern nur eine Fouragirung ausführte. Ein volles Carre würde wohl eher mit »globis« als mit »orbis« bezeichnet werden.
Die gewöhnliche Lesart, welche das Semicolon nach nostrit setzt, ist nicht zulässig, da die Eburonen viel zahlreicher als die Römer waren. Nach Grävius will Phil. Beropildus und Joan. Brantius das »pugnandoc auslassen. Dann wäre zu übersetzen: Die Eburonen waren ebenso tapfer als zahlreich. Auch Dübner (J. Caesaris comentarii etc. Annotatione critica
Als dies Ambiorix bemerkte, liss er durch die Schlachtreihen hin ausrufen: Seine Truppen sollten die Römer nur aus der Ferne beschiessen, sich in kein Nahegefecht einlassen und, wo sie angefallen würden, sich zurückziehen. Vermöge ihrer leichten Bewaffnung und ihrer täglichen Uebung in einer solchen Karapfesweise könnten ihnen bei diesem Verhalten die Feinde nichts anhaben; wenn sich die Römer jedoch wieder in ihre Front zurückzögen, sollten sie sie verfolgen.
Heller bekämpft diese Schreibweise und schlägt dagegen folgende Fassung vor: £rant et virtute et studio pugnandi pares nostri; tametsi ab duce et a fortuna deserebantur, tarnen omnem spem salutis in virtute ponebant. Zur Begründung dieses Vorschlags sagt er: »Zudem hat man gar nicht bemerkt, dass mit allen diesen Lesearten der von Cäsar so deutlich gemachte Gegensatz völlig verwischt wird. Er fangt das Kapitel mit den Worten an : At barbiris cpnsilium non defuit. Auf der Seite der Barbaren machte sich die Klugheit der Führer geltend, die dagegen auf der Seite der Römer das Heer im Stich Hess (nostri ab duce deserebantur). Die Gallier hatten ferner, ausser der selbstverständlichen Ueberzahl, die Stellung und den Umstand für sich, dass sie die auf dem Marsche befindlichen Römer angriffen nostri a fortuna deserebantur). Was konnte nun dieser Ueberlegenheit der Gallier, der Klugheit ihrer Führer und der für sie kämpfenden Gunst der Umstände auf Seiten der Römer allein ein Gegengewicht in die Wagschale werfen, so dass sie eine geraume Zeit ihren Gegnern gewachsen waren? Nur ihre Tapferkeit und ihr Kampfeseifer . . . . Uebrigens begreift man leicht, wie ein Abschreiber, der, mit Hinzuziehung des nostris zu tametsi, den Satz auf die Gallier deutete, numero hinzugeschrieben haben konnte, welches alsdann das ursprüngliche studio verdrängte«. {Philologus XXXI. S. 512.)
Unter signa wird hier die von sämmtliehen Feldzeichen bestimmte Frontlinie verstanden. (Vergl. Anhang III, Treffen bei Ruspina.) Nach einer Stelle in Tacitus Annalen : »Plurimus circa aquilas labor, quae neque ferri adversum ingruentia tela, neque figi limosa humo poterant«. I, 65, scheint man die Adler und auch wohl die Cohortenzeichen, wenn man, wie hier, stehenden Fusses focht, in den Boden gesteckt zu haben, vermuthlich weil auf diese Weise die Adler- und Feldzeichenträger sich durch Handhaben des Schildes besser decken konnten, vielleicht auch weil hierdurch die Cohorten um so strenger an Einhaltung ihrer Stellung gezwungen waren.
Diese Weisung wurde von den Eburonen pünktlich eingehalten, und sobald eine Cohorte aus dem Carre gegen sie hervorbrach, flohen sie eiligst zurück. Indessen musste noth wendig an jener Stelle des Carres eine Lücke entstehen, und die hervorbrechende Cohorte in der vom Schilde nicht gedeckten rechten Flanke Schusswunden empfangen.
Wenn sich die Cohorte aber an ihre Stelle im Carre wieder zurückzog, wurde sie nicht nur von den Feinden, welche von ihr zurückgewichen waren, sondern auch von den zunächst seitwärts befindlichen umringt. Wollten die Römer aber keine Ausfälle machen, so konnten sie ihre taktische Ueberlegenheit nicht zur Geltung bringen und in ihrer Massenstellung sich des Hagels von feindlichen Geschossen nicht erwehren.
Obgleich diese Verhältnisse so ungünstig waren, und sie bereits eine Menge Verwundeter zählten, hielten sie dennoch einen grossen Theil des Tages, vom frühen Morgen bis Nachmittag 2 Uhr, wacker Stand, und hatten bis dahin ihrer Pflicht und Ehre vollkommen Genüge geleistet. Jetzt aber wurde dem Titus Balventius, welcher im vorhergegangenen Jahre Primipilus gewesen war, einem tapfern Manne, ein Wurfspiess durch beide Schenkel getrieben. Quintus Lucanius, von demselben Range, fiel tapfer kämpfend, als er seinen von Feinden umringten Sohn heraushauen wollte, und den Legaten Lucius Cotta traf ein Schleuderstein gerade in den Mund, als er sämmtliche Cohorten und Abtheilungen laut rufend zum Kampfe anfeuerte.
Auch in diesem Ruf an das ganze Corps hatte Cotta die Funktion des ersten Commandeurs Titurius übernommen, denn nur diesem kam eigentlich ein solch allgemeiner Zuruf zu. So erzählt Ammian XVI, 12. 29. In der Schlacht gegen die Allemannen sei Julianus heranguirend in den Schlachtreihen umhergeritten und habe sie nicht alle zusammen angesprochen, einmal zwar weil sie zu weit ausgedehnt gewesen seien, dann aber hauptsächlich, um sich nicht den Anschein zu geben, als masse er sich an, was nur dem Kaiser gebühre. In dieser Hinsicht scheint Cäsar besonders hervorzuheben, dass Cotta alle Abtheilungen zur Tapferkeit angefeuert habe. Vergl. in appellandis hortandisque militibus imperatoris et in pugna militis officia praestabat. V, 33.
Die Lücke im Carre war nicht ohne alle Vertheidigung. Denn sie konnte wenigstens theilweise durch die Antesignanen besetzt werden oder durch das Deploriren der nebenstehenden Cohorten. Auch erschwerte schon die vordringende Cohorte selbst einen Angriff auf die Lücke des Carres.
Unter »virtus« kann hier wohl nicht »die Tapferkeit verstanden werden, da diese die Eburonen, wie oben angeführt, in hohem Maasse besassen, sondern es wird »virtust mit Kriegstüchtigkeit oder taktischer Ausbildung und beziehungsweise »Ueberlegenheit« zu übersetzen sein.
conferti kann hier nicht die enge Stellung eines Mannes am andern bezeichnen, sondern nur das Beisammensein des ganzen Corps auf einem verhältnissmässig geringen Raume. Ein Mann hatte vom andern die gewöhnliche, durch die Taktik bedingte Entfernung (vergl. Anhang IL § 15). Die Cohorten standen aber in der Front des Carres ohne Intervallen neben einander, und das Innere des Carres war durch die Commandeure, den Stab, die Nichtstreitenden und die Yerwundeten ausgefüllt. In dem nämlichen Sinn wie hier wird das fragliche Beiwort »confertam« bell. Afr. cap. 13 gebraucht. (Vergl. Anhang III. Treffen bei Euspina.)
qui superiore anno primum pilum duxerat. Y, 35. Da er nicht zum Tribun avancirt war, so scheint er dazumal, nachdem er seine 20 Jahre der Militärpflicht zurückgelegt hatte, als Evocatus unter dem Vexillum der Verteranen gedient zu haben. Vergl. Bell. civ. III, 91: »Erat Crastinus evocatus in exercitu Caesaris, qui superiore anno apud eum primum pilum in legione X duxerat. und Marquards römische Alterthümer. Bd. III, S. 338.
Diese Scenen machten auf Titurius einen solchen Eindruck, dass er, als er von weitem Ambiorix erblickte, der seine Truppen kommandierte, seinen Dolmetscher zu ihm sendete, um zu capituliren.
Ambiorix erwiderte: Wenn er ihn sprechen wolle, so habe er nichts dagegen; er hoffe, es bei seinen Leuten dahin zu bringen, dass man den römischen Soldaten Pardon gebe, dem Titurius selbst solle kein Leid geschehen, dafür setze er sein Wort ein. Titurius theilte diese Antwort dem verwundeten Cotta mit, und fragte ihn, ob er nicht mit ihm den Kampf yerlassen und sich mit Ambiorix besprechen wolle. Dieser aber erklärte, er begebe sieh zu keinem Feinde, so lange derselbe unter den Waffen stehe, und blieb auch bei dieser Weigerung.
Ordo heisst ursprünglich in taktischer Beziehung »Reihe oder Gliedt, dann aber speciell das Glied, welches die halbe Centurie bildete, also auch diese Abtheilung selbst. Schon Scheller bemerkt ganz richtig; es heisse ordo, »weil vermuthlich jedes Glied eine Schaar oder Compagnie ausmachte, eine Schaar oder Compagnie.
Oft kommt aber, wie hier, ordo auch als genereller Ausdruck für alle Abtheilungen vor, und bezeichnet nicht nur die halben und ganzen Centurien, die Manipel und Cohorten, sondern auch die, den Cohorten nicht einverleibten Abtheilungen, nämlich die Vexillen der Veteranen oder der Schleuderer und Bogenschützen.
Das ganze Carre, sogar, wie im Treffen bei Ruspina, als Oblong angenommen, hatte eine Länge von etwa 500 Schritten, und somit konnte des Cotta Stimme, wenn er in der Mitte des Carres stand, ein kräftiges Organ hatte, und sich einmal rechts dann links wendete, beinahe von allen Abtheilungen gehört werden.
Titurius befahl hierauf den Kriegstribunen und Centurionen erster Klasse, die sich gerade um ihn befanden, ihm zu folgen. Als er Ambioriz nahe gekommen war, gebot man ihm, die Waffen ab zulegen. Er that es, und hiess auch seine Begleiter das Gleiche thun.
Während man nun über die Bedingungen der Capitulation verhandelte und Ambiorix absichtlich lange sprach, wurde Titurius allmälich umringt und niedergemacht.
Jetzt erhoben die Eburonen nach ihrer Weise ein Siegesgeschrei oder vielmehr ein Brüllen und Heulen, machten einen Angriff, und brachten die Abtheilungen des Carres in Verwirrung.
Ein solches Siegs- oder Schlachtgeschrei beschreibt Ammian (XVI. 12, 43) etwas näher mit folgenden Worten: Es begann mit leiserem Brummen, allmälich lauter und lauter werdend, bis es dem Donner der Wogen gleich, wenn sie brandend an Klippen und Riffe schlagen.
In diesem Momente fiel der Legate Cotta mit dem grössten Teil der Truppen. Die Uebrigen zogen sich in das Lager zurück, von dem sie in der Frühe ausmarschirt waren. Vor demselben angelangt, wurde der Adlerträger Petrosidius von einer Ueberzahl Feinde umringt. Er warf seinen Adler über den Wall ins Lager und fiel, sein Leben theuer verkaufend. Der üeberrest der Truppen, welcher noch in das Innere desselben gelangte, vermochte kaum, bis zum Einbruch der Nacbt sich gegen die stürmenden Feinde zu halten. In der Nacht aber brach Verzweiflung über sie herein, und alle bis auf den letzten Mann gaben sich selbst den Tod.
Nur wenige, die schon während der Schlacht entschlüpft waren, gelangten über Stock und Stein durch den Ardennenwald irrend in das Winterlager des Labienus und berichteten ihm, was vorgefallen war.
Vom Siege bei dem eburonischen Aduatuca begeistert, eilte Ambiorix sogleich mit seiner Reiterei durch das Thal der Vesdre und sodann das Maasthal aufwärts in das angrenzende Gebiet der Aduatuker, deren Stadt auf dem Berge Falhize erbaut, 12 Stunden vom Kampfplatze entfernt lag. Er setzte seinen Marsch die Nacht selbst, in der er aufgebrochen war, sowie den folgenden Tag ohne Unterbrechung fort, und hatte seinem Fussvolk den Befehl ertheilt, ihm nachzufolgen.
Als er durch die Darstellung seines grossen Sieges auch die Aduatuker in Feuer und Flammen gesetzt hatte, gelangte er am folgenden Tage in das Gebiet der Nervier, in die Gegend des heutigen Namur.
B.G. L VI
Es war zur Zeit der herannahenden Ernte, als Cäsar aus der Gegend von Coblenz gegen Ambiorix aufbrach. Er zog, um zunächst nach dem Aduatuca der Eburonen zu gelangen, in westlicher Richtung über die Eifel, welche die Commentarien zum Ardennenwald zählen, indem sie sagen, dieser grösste gallische Wald erstrecke sich in einer Länge von mehr als 50 Stunden, von den Ufern des Rheins nach dem Gebiete der Nervier.
Den Lucius Minucius Basilus sendete er an der Spitze der ganzen Reiterei voraus, in der Hoffnung, dass derselbe, von glücklichen Umständen begünstigt, mittelst eines raschen Marsches des Ambiorix vielleicht habhaft werden könne. Damit aber sein Nahen den Eburonen nicht schon von ferne bemerkbar werde, verbot er ihm, im Lager Feuer anzünden zu lassen, und versprach selbst alsbald nachzurücken.
Cäsar sagt zwar nicht ausdrücklich, dass die Brücke über eine Insel geschlagen gewesen sei. Aber alle die genannten Befestigungen bedingen das Vorhandensein einer solchen, und zwar einer grossen Insel, weil auf ihr 12 Cohorten die Verschanzungen bezogen.
milibus amplius centum et quinquaginta. VI, 29. Anders kann wohl nicht gelesen werden, da die Lesarten »quingentis« und »quinquaginta« dem thatsächlichen Verhältnisse durchaus widersprechen, während 150 Milien oder 50 badische Wegstunden auch die neuere Geographie dem Ardennenwalde Länge gibt. So setzt Hahnzog in seiner Militärgeographie das Westende desselben noch Thuin an der Sambre, und nennt auch die Eifel einen Zweig der Ardennen. Von Thuin aus bis an das Ostende der Eifel, oder an den Rhein, ist es aber, die südliche Ausbeugung des Ardennenwaldes mit berücksichtigt, geradezu 50 Stunden, in schnurgerader Linie 45 Stunden.
Basilus kam dem Befehle pünktlich nach. Schnell und ganz unerwartet erschien er auf dem Gebiete der Eburonen, und griff ihrer viele auf, ehe sie sich nach den Städten flüchten konnten. Dann wandte er sich nach der Gegend, wo der Aussage der Gefangenen zu Folge Ambiorix sich mit wenigen Reitern aufhalten sollte.
Gerücht und Boten vorauseilend, traf er dort ein, und würde sich leicht desselben bemächtigt haben, hätte nicht die Lokalität der Wohnung seine Flucht noch ermöglicht. Sie lag nämlich wie die Gallier überhaupt ihre Häuser, der Kühle wegen, gern in die Nähe von Wäldern und Flüssen bauten rings von Wald umschlossen, so dass seine Begleiter und Diener auf dem coupirten und beengten Terrain des Basilus Reiterei so lange aufhalten konnten, bis ihm ein Pferd vorgefahrt war, auf dem er durch die waldige Gegend, die seine Flucht begünstigte, entkam; doch hatte er seinen ganzen Waffenvorrath, seine Karren und Pferde zurücklassen müssen.
Ob er seine Streitkräfte hierauf absichtlich nicht zusammenzog, weil er überhaupt keine Schlacht mehr wagen wollte, oder ob er in der Voraussetzung, dass Cäsar seiner Reiterei mit dem übrigen Heere auf dem Fusse folgte, glaubte, er habe zur Sammlung der Aufgebote keine Zeit mehr, lässt sich nicht bestimmen. Das ist aber sicher, dass er durch Boten im Lande bekannt machen liess, ein Jeder solle für sich selbst sorgen.
Da floh ein Theil in den Ardennenwald, ein anderer in ausgedehnte Moore.
Jene Eburonen aber, die dem Meere am nächsten, nämlich im nordwestlichen Theile ihres Landes wohnten, flüchteten auf die Inseln, welche die Strömung zu bilden pflegt. So wanderten Viele aus und suchten bei den fremdesten Menschen Schutz für sich und ihre Habe.
his pugnantibus illiun in eqnam quidam ex suis intulit. VI, 80. Wörtlich: Während des Kampfes setzte ihn Einer von seinen Leuten auf ein Pferd. Da man nämlich zu jener Zeit keine Steigbügel hatte, so bot der Diener statt des Bügels die Rechte, und half dem Herrn auf diese Weise, sich auf das Pferd schwingen. Vergl. Ammian. lib. XXII, 1. (2.) : qui se insessurum equo deztra manu erexit
Catuvolcus, der die eine Hälfte der Eburonen beherrschte, wahrscheinlich die auf dem linken Maasufer wohnenden, und gemeinschaftlich mit Ambiorix den Aufstand hervorgerufen hatte, vermochte vor Altersschwäche sich weder den Drangsalen eines Krieges noch den Strapazen einer Flucht mehr zu unterziehen, stiess über Ambiorix, der ihn zur Schilderhebung verleitet hatte, die förchterlichsten Flüche aus, und nahm Gift.
Die Segner und Condrusen, zwei germanische Stämme, welche zwischen den Eburonen und Trevirern am rechten Maasufer wohnten, und zwar erstere zwischen dem hohen Venn und der Ambleve, letztere zwischen diesem Flusse und der Maas, schickten Gesandte an Cäsar und liessen ihn bitten, er möchte sie doch nicht als Feinde behandeln und nicht glauben, dass alle Germanen des linken Rheinufers in des Ambiorix Aufstand verwickelt seien. Sie hätten an eine Schilderhebung nicht gedacht und Ambiorix keine Hilfstruppen gestellt.
Nachdem Cäsar sich hierüber bei den Gefangenen erkundigt hatte, erwiderte er den Segnem und Condrusen, sie hätten alle Eburonen, die sich zu ihnen flüchten würden, an ihn auszuliefern; unter dieser Bedingung wolle er ihres Landes schonen.
Damals war Cäsar von Coblenz heranziehend in der Nähe vom heutigen Limburg eingetroffen. Er theilte daselbst sein Heer in drei Corps und liess die Fuhrwesens-Colonne sämmtlicher Legionen nach dem Caatell Aduatuca verbringen, das, wie wir schon früher erwähnt haben, nahezu auf der südlichen Grenze der Eburonen lag, dort wo Titurius und Cotta im Winterlager gestanden und aufgerieben worden waren.
qui snnt inter Eburones Trevirosque. VI, 32. M. des Roches (vergl. Koulez: Memoire sur las campagnes de Cäsar. Louvain. 1832. page 42) glaubt wohl mit Recht, dass der Name »Segni« in Sougnez, einem Dorfe, zwei Stunden von Spaa, sowie in Dessegne, einem andern Dorfe der nämlichen Gegendi wieder zu finden sei.
Der Name der Condrusen aber ist noch in jenem des Dorfes Condroz enthalten, das ebenfalls auf dem rechten Maasufer zwischen Huy und Lüttich liegt.
Auffallend erscheint das mehrfache Vorkommen des Namens Aduatuca. Es gab ein Aduatuca Eburonum, ein Aduatuca Tongrorum, und auch der Name des Volkes der Aduatuker ist damit gleichlautend, so dass man versucht wird, Aduatuca für ein ursprüngliches nomen appellativum zu halten.
Jener Punkt war nicht nur in strategischer Beziehung als Centralpunkt der ferneren Operationen von besonderer Wichtigkeit, sondern er gewährte auch noch den Vortheil, dass die Soldaten für seine Befestigung nur wenig in Anspruch genommen werden mussten, weil seine Verschanzungen vom vorigen Jahre her noch in gutem Zustande waren.
Cäsar theilte der Fuhrwesen-Colonne die 14. Legion, welche eine von jenen drei erst kürzlich aus Italien herbeigezogenen Legionen war, nebst 200 Reitern als Bedekung zu, und stellte das Lager mit seiner Besatzung unter das Commando des Quintus Tullius Cicero.
Nachdem das Heer getheilt war, und Cicero sein Lager bezogen hatte, beorderte Cäsar den Labienus mit einem der drei Corps, das aus drei Legionen bestand, nördlich in jene Gegend des Eburonenlandes, welches an die Menapier grenzte, einen Streifzug zu machen.
Den Gajus Trebonius sendete er ebenfalls mit drei Legionen ab, um jenen Theil des Eburonenlandes zu verwüsten, der dem Gebiete der Aduatuker zunächst lag. Es ist dies das Land zwischen der Maas und der Demmer, und Trebonius zog, um dahin zu gelangen, ohne Zweifel das Thal der Vesdre hinab, und überschritt bei Lüttich die Maas.
Die Aduatuker waren, wie Cäsar (II, 29.) erzählt, von den Cimbern und Teutonen beauftragt, ihre Habseligkeiten aufzubewahren und zu beschützen, die sie, als ihrem Marsch allzu hinderlich zurückliessen, und ich möchte mir die Hypothese auszusprechen erlauben, dass sie deshalb von den umliegenden Völkerschaften »die Gutswächter« genannt wurden; dass aber Aduatuca oder Advacca wie Ptolomäus schreibt etwa die Gutswache (Od-uuacka) die Burg oder ein Castell in der Sprache der Germanen bedeutet habe. Für möglich halte ich es, dass in dieser Richtung sogar der Ausspruch Cäsars in VI, 32. zu verstehen ist, wo er sagt: Aduatucam contulit, id castelli nomen est. (Dies ist der germanische Ausdruck für »castellum«).
Glück (Die in 0. J. Cäsar vorkommenden keltischen Namen. München 1857.) behauptet, »Aduatuci« sei etwa so viel als »audaces« = "die Tapferen".
Der Umstand, dass ein Castell zu klein war, um jene Besatzung mit der Masse von Fuhrwesen und Gepäck in sich aufnehmen zu können, und dass die Römer ein besonderes Lager schlugen, deutet darauf hin, dass sie sich nicht in dem Castell selbst befanden, sondern nur in dessen Nähe. Diese Betrachtung möchte wohl die Ansicht des Hubert Leodius und des Abbé de Feller: es sei »ad Vatucam« anstatt »Aduatucam« zu lesen, einigermassen unterstützen.
ad Oceanum versus in eas partes, quae Menapios attingunt. VI, 33. Wenn sich die Angaben Cäsars beinahe durchgängig als richtig erweisen, so scheint das jedoch unwidersprechlich festzustehen, dass er glaubte, der Ocean ziehe viel weiter östlich, als es der Fall ist. Er selbst ist nie an die Mündungen des Rheines gekommen.
Caesar selbst beschloss mit den drei übrigen Legionen nach dem Einfluss der Sambre in die Maas zu ziehen, und somit in eine Gegend des Ardennenwaldes, die seinem Saume zunächst liegt. Dorthin sollte sich Ambiorix geflüchtet haben, und die felsigen und zerklüfteten Hohen des Ardennenwaldes, welche von Huy bis gegen Namur die Maas berühren, konnten allerdings treffliche Schlupfwinkel bieten.
Bei seinem Abmarsch versprach Cäsar nach sieben Tagen bei Aduatuca wieder einzutreffen, weil um diese Zeit die 14. Legion frisch verproviantirt werden musste.
Dem Labienus sowohl als auch dem Trebonius empfahl er, wenn sie es ohne den Zweck ihrer Entsendung zu verfehlen im Stande wären, ebenfalls nach sieben Tagen bei Aduatuca wieder einzutreffen.
ad Sabim (nicht Scaldim), quod influit in Mosam, extremasqne Ardennae partes. VI, 33. Dies ist die einzig mögliche Lesart. Napoleon III. liest »Scaldim« (Schelde).
Der Einfluss der Sambre in die Maas ist 17 bis 18 Stunden von Aduatuca entfernt gewesen, und Cäsar legte diese Strecke, wie wir sehen werden, in drei Märschen zurück. An die Schelde hätte er einen Weg von 36 Stunden gehabt, und wenigstens sechs Märsche gebraucht, um ihn zurückzulegen. Einige Codices, sowie auch der griechische Metaphrast haben ebenfalls die Lesart »Sabim«.
post diem septimum. VI, 33 : »Am Abend des siebenten Tags«, da die Römer ihre Tage vom Beginne der vorhergehenden Nacht an rechneten.
Aus der nachfolgenden Erzählung geht hervor, dass Cäsar deshalb zur Verproviantirung wieder eintreffen musste, weil die eine Legion nicht stark genug war, um das Lager zu decken, und zugleich hinlänglich starke Abtheilungen zum Beitreiben der Lebensmittel auszusenden.
Da wir wissen, dass die Römer je von 15 zu 15 Tagen die Rationen anstheilten, Cäsar aber bei seinem Abmarsch vom Rheine sicherlich sein Heer frisch verproviantirt hatte, so scheint er überhaupt für den Marsch vom linken Rheinufer über Limburg bis gegen Namur, und von da nach Limburg zurück nahezu 15 Tage gebraucht zu haben, etwa fünf Tage, um über die Eifel und das hohe Venn vom Rheine bis nach Limburg zu gelangen, einen Rasttag daselbst, an dem er sein Heer theilte, und sieben Tage nach Namur, und von da wieder nach Limburg zurück. Daher traf er den 13. Tag nach Austheilung der Rationen bei Limburg oder Aduatuca wieder ein, und hatte den 14. Tag frei, um für Beischaffung und Anordnung der neuen Verproviantirung Sorge zu tragen.
Durch diese Züge mit den Verhältnissen des Feindes näher bekannt geworden wolle er sich sodann von Neuem mit ihnen berathen, nach welchem Operationsplan weiter vorzuscbreiten sei.
Cäsar hatte es, wie gesagt, mit keiner Truppenmasse, die er da oder dort zu finden wusste, zu thun, er hatte keine Stadt und keinen festen Posten, der es auf einen Kampf ankommen Hess, anzugreifen; denn die Eburonen hatten sich nach allen Richtungen zerstreut. Sie hatten sich in versteckt liegende Thäler, waldreiche Gegenden oder schwer zugängliche Moore geflüchtet, je nachdem sie da oder dort Schutz oder Rettung zu finden hofften. Dem geschlossenen römischen Heere konnten sie zwar nicht gefährlich werden, aber es erforderte viele Vorsicht, zu verhindern, dass sie nicht von ihrer genauen Ortskenntniss begünstigt, einzelne Soldaten aufrieben, und auf diese Weise dem Heere dennoch einen fühlbaren Verlust beibrachten. Denn nicht nur verlockte Beutelust viele Soldaten, sich weiter vom Heere zu entfernen, sondern man konnte auch der Waldungen wegen nicht in geschlossener Ordnung vordringen.
Wollte Cäsar die Sache zu Ende führen, und den ganzen Stamm der Eburonen ausrotten, so musste er mehrere Colonnen bilden und seine Truppen allzusehr zersplittern. Denn gegen einen Angriff mit ganzen Cohorten wie es der Gefechtsmechanismus und die Übung romischer Heere verlangte, schützte das Terrain die Feinde, während es Einzelnen derselben nicht an Muth fehlte, Hinterhalte zu legen und von der Colonne abgekommene Römer zu überfallen.
Diese schwierigen Verhältnisse suchte Cäsar möglichst unschädlich zu machen, und obgleich seine Soldaten vor Rachedurst brannten, so wollte er doch lieber dem Feinde nur einen kleinen Schaden zufügen, als einen grössern mit Truppen verlust erkaufen.
Da in sieben Tagen jeder der beiden Legaten 36 Stunden, nämlich 18 hin und 18 zurück zurücklegen konnte, so konnte Labienus bis in die Höhe von Düsseldorf vordringen, wo sich ungefähr die nördliche Grenze der Eburonen befand, Trebonius aber bis gegen Aerschot oder Montaign (Mons).
Daher sendete er noch vor seinem Abmarsch von Aduatuca in alle Nachbarstaaten Boten, und rief Alles, was Beute machen wollte, herbei, um die Eburonen zu plündern. Auf diese Weise gab er Gallier, anstatt seiner Soldaten der Gefahr des tückischen Terrains preis, und hoffte durch die Masse umherschwärmender Mordbrenner Stamm und Name der Eburonen zu vertilgen. Eine furchtbare Rache für die Niederlage bei Aduatuca.
In unglaublich kurzer Zeit strömte von allen Seiten eine ungeheure Menge Beutegieriger herzu. Denn noch ehe Cäsar nach Aduatuca zurückgekehrt war, also in weniger als sieben Tagen, waren alle Eburonen zersprengt und in solche Furcht gesetzt, dass auch nirgends eine nur bemerkenswerthe Schaar mehr beisammen blieb. Auch zu den Sigambern, welche seiner Zeit die flüchtenden Usipeter und Tenchterer bei sich aufgenommen hatten, und am Ufer des Rheins wohnten, war der Ruf zur Plünderung nicht nur schon hindurch gedrungen, sondern sie hatten bereits 2000 Reiter gesammelt, und waren auf Schiffen und Flössen bei Bonn über den Rhein gesetzt.
Bei Bonn waren sie schon auf eburonischem Boden, zogen sodann westlich und bemächtigten sich einer grossen Menge Viehes, auf das alle jene Völker sehr aus sind. Die reiche Beute lockte sie immer weiter vorwärts, und weder Sümpfe noch Wälder hemmten den Lauf der geborenen Krieger und Buschklepper.
Als sie nun gar in der Gegend des heutigen Aachen angekommen, bei ihren Gefangenen Erkundigungen einzogen, und man ihnen mittheilte, dass Cäsar ziemlich weit von Aduatuca hinwegmarschirt sei, und sein Heer sich überhaupt nach verschiedenen Richtungen zertheilt habe, da rief plötzlich ein gefangener Eburone: Warum verfolgt ihr denn uns, eine so erbärmlich magere Beute. Euch steht ja bereits viel Besseres zu Gebot. In drei Stunden könnt ihr zu Aduatuca sein. Dort findet ihr des römischen Heeres ganzen Reichthum, von so weniger Mannschaft gehütet, dass sie nicht einmal hinreicht, die Brustwehr ihres Lagers ringsum zu besetzen, geschweige, dass sich einer aus der Verschanzung herauswagen sollte.
triginta milibus passuum infra eum locum, ubi pons erat perfectus praesidiumque ab Caesare relictum. VI, 35. Bonn liegt gerade 30 römische Millien oder zehn badische Wegstunden unterhalb Coblenz, und war im Alterthum bekanntlich ein Hauptübergangsort.
Auf diese Aussicht hin liessen die Germanen ihre Beute, welche sie bereits gemacht hatten, in einem sichern Verstecke zurück, und ritten, jenen Gefangenen als Wegweiser benützend, gen Aduatuca.
Cicero, der die ersten sechs Tage Cäsars Befehl gemäss seine Truppen mit aller Strenge im Lager behielt, ja nicht einmal einen Pferdeknecht den Bereich der Verschanzung überschreiten liess, bekam am siebenten Tage Zweifel, ob Cäsar wohl auf den versprochenen Tag auch zurückkehren werde, da keine Kunde eintraf, dass er sich auf dem Rückmarsche befinde, und er im Gegentheil hörte, der Oberfeldherr sei noch weiter vorgerückt.
Dazu blieben allerlei Reden auf Cicero nicht ohne Einfluss, z.B. die Aeusserung: Nach einem unthätigen Verhalten und nach dem Verbote, nicht einmal den Lagerwall zu überschreiten, sollte man glauben, rings von Feinden umlagert zu sein. Endlich hielt er es für unmöglich, dass ihm auf die Entfernung von einer Stunde vom Lager ein Unglück zustossen könne, zumal als den zersprengten und beinahe aufgeriebenen Eburonen neun Legionen und eine zahlreiche Reiterei gegenüberstanden.
Durch solche Betrachtungen liess sich Cicero verleiten, der Verproviantirung wegen fünf Cohorten nach den nächstgelegenen Fruchtfeldern zu senden, die nur durch einen einzigen Hügel vom Lager geschieden waren.
Als Cäsar und seine beiden Legionen von Aduatuca abmarschirten, war eine Anzahl Kranker der verschiedenen Legionen daselbst zurckgeblieben. Ungefähr 300 derselben waren wieder genesen, und wurden unter ein Fähnlein gereiht, gleichfalls zur Verproviantirung beordert.
Ausserdem zog eine Menge von Pferdeknechten und Transportthieren, welche den detachirten Legionen angehörten, bei dieser Gelegenheit mit.
Gerade zu dieser Zeit und unter diesen Umständen trafen die sigambrischen Reiter ein, und suchten sogleich, ohne dass sie auch nur ihre Marschrichtung, in der sie ankamen, zu ändern brauchten, an der Porta Decumana in das Lager einzubrechen.
Da an der Bückseite des Lagers ein Wald die weitere Aussicht benahm, so wurden sie nicht eher erblickt, als bis sie so nahe waren, dass die Krämer, welche dort am Walle hin ihre Buden aufgeschlagen hatten, nicht einmal mehr in Sicherheit kommen konnten.
Das plötzliche Erscheinen der drohend daher trabenden Reitermasse versetzte die nur noch aus fünf Cohorten bestehende Besatzung in Bestürzung, und die auf Wache befindliche Cohorte vermochte kaum dem ersten Choc der Sigambrer Stand zu halten. Jetzt umritten dieselben auch die übrigen Seiten des Lagers, um wo möglich dort eindringen zu können, und nur mit Mühe wurden die Lagereingänge vertheidigt. Doch gelang es. Das Eindringen an einer andern Stelle liess aber schon die Terrainbildung und die Befestigung nicht zu. Die ganze Besatzung lief jedoch ängstlich durcheinander, und Einer fragte den Andern, woher der Lärm. Keiner wusste, wohin er Front machen oder wo er sich aufstellen sollte. Die Einen schrien, das Lager sei bereits genommen, und Andere behaupteten, das Heer sei vernichtet und Cäsar gefallen, sonst wären die Barbaren nicht da. Sehr Viele brachten die abergläubigsten Ideen zum Vorschein: Aduatuca sei eben ein Unglücksort; hier sei ja auch Titurius und Cotta zu Grunde gegangen.
Die Bestürzung der Römer bestärkte die Sigambrer in ihrer Meinung, dass, wie jener Gefangene angegeben hatte, eigentlich gar keine Besatzung, sondern verhältnissmässig nur wenige Mannschaft im Lager sei. Mit aller Gewalt suchten sie daher durch die Eingänge in dasselbe einzudringen, sich gegenseitig ermunternd, den herrlichen Fang nicht aus den Händen zu lassen.
Nicht nur diese, sondern auch noch einige andere Stellen machen den Eindruck, als habe es mit dem Sicherheitsdienst in den römischen Heeren nicht zum Besten ausgesehen; doch muss wohl in Betracht gezogen werden, dass in damaliger Zeit die Überfälle leichter gelangen, als heutzutage, weil der Waffengebrauch von Seiten der Vorposten nicht wie das Gewehrfeuer weithin gehört, die Allarmirung begünstigte. Dass aber das römische Lager in der Nähe eines Waldes geschlagen war, entspricht jedenfalls nicht den taktischen Lehren; denn er sagt von den Lagerplätzen: Sie sollen ein Gewässer oder eine Quelle in der Nähe haben, aber keinen Wald, der den Feind dem Auge entzieht (flumen sive fontem habere debent . . . . ne silva celatura bestes adjaceat.).
Auch Bacolus, jener tapfere schon mehrfach erwähnte Centurio, hatte Caesar nicht folgen können, war krank im Lager bei Aduatuca zurückgeblieben, und hatte schon fünf Tage keine Nahrung zu sich genommen. Ohne grossen Glauben an seine und der Besatzung Rettung, trat er aus dem Zelte und sah, wie die Feinde immer mehr herandrangen, und die Gefahr auf das Höchste gestiegen war. Da entriss er den Nächststehenden dem Einen den Schild, dem Andern das Schwert, und pflanzte sich unter das Thor. Die Centurionen seiner Cohorte, welche auf Wache stand, thaten ein Gleiches, und brachten den Kampf zum Stehen. Baculus aber sank von vielen Wunden getroffen besinnungslos zu Boden, und wurde nur dadurch gerettet, dass man ihn an den Händen aus dem Getümmel zog. Unterdessen hatten sich die üebrigen so viel ermannt, dass sie sich wenigstens an die Brustwehr stellten, und Vertheidigern gleich sahen.
Jetzt war das Getreidesammeln beendigt, und die ausgesendeten Truppen vernahmen von ferne das Schlachtgeschrei. Ihre Reiter jagten gegen das Lager voran, und von diesen erfuhren sie, wie gefährlich es stehe. Schrecken ergriff sie, da sie sich von der bergenden Lagerverschanzung abgeschnitten sahen, und als unerfahrene Rekruten wussten sie nicht, was sie thun sollten, sondern blickten nur Alle nach den Tribunen und Centurionen, und harrten auf deren Befehl.
Niemand ist so tapfer, bemerkt Cäsar dass er durch Ueberraschung die Geistesgegenwart nicht verlieren könnte, und so liessen auch die Sigambrer von dem Angriffe auf das Lager ab, als sie jener Cohorte Feldzeichen erblickten; denn sie glaubten, eines der detachirten Corps sei zurückgekehrt. Erst als sie sich von der geringen Zahl der Cohorten überzeugt hatten, brachen sie von allen Seiten auf sie ein. Die Pferdeknechte waren, um das Lager zu erreichen, nach dem nächstgelegenen Hügel vorgelaufen, wurden schnell von ihm herabgetrieben, und warfen sich auf die Cohorten und Manipeln. Dies brachte nur noch mehr Schrecken unter der jungen Mannschaft hervor.
Calones procurrunt. VI, 40. Das procurrunt ist verdächtig. Denn als die Sigambrer bereits von allen Seiten hereinbrachen, da liefen die Pferdeknechte nicht erst vor, sondern sie waren gleich auf die Unglücksbotschaft hin nach jenem Hügel gelaufen, um das Lager zu erreichen, und wurden durch den Angriff der Sigambrer wieder zurückgeworfen. Daher möchte wohl >procarreraiit« zu lesen sein.
Die Einen wollten, man solle eine geschlossene Colonne bilden, und sich ohne Verzug nach dem Lager, das ja so nahe gelegen, durchschlagen; denn wenn auch ein Theil abgeschnitten und fallen sollte, so wurden die Uebrigen doch sicherlich gerettet. Andere wollten auf der Höhe Stellung nehmen, und im Unglück beisammen bleiben. Damit waren die älteren Soldaten nicht einverstanden, die unter einem Fähnlein zur Verproviantirung ebenfalls ausgerückt waren. Sie riefen sich gegenseitig Muth zu, brachen sodann von ihrem Commandanten Gajus Trebonius geführt durch den Feind mitten hindurch, und gelangten, ohne auch nur einen einzigen Mann zu verlieren, glücklich ins Lager.
Die jungen Cohorten aber, welche auf der Höhe Stellung genommen hatten, wussten sich auch dort nicht zu helfen. Sie blieben weder bei ihrem einmal gefassten Entschlüsse, sich auf der Höhe zu vertheidigen, noch wussten sie nach dem Beispiel ihrer altem Kameraden sich energisch und rasch Bahn zu brechen, sondern geriethen, als sie sich endlich nach dem Lager zurückziehen wollten, auf ein ungünstiges Terrain. Ihre Centurionen, von denen einige aus andern Legionen mit Rangerhöhung in diese Legion versetzt worden waren, fielen dort wacker kämpfend, um ihren früher erworbenen Ruf nicht zu verlieren. Durch deren Tapferkeit gab es etwas Luft, und drei Cohorten gelangten wider alles Erwarten ins Lager, die Uebrigen aber wurden von den Sigambrem umringt und zusammengehauen.
Unterdessen war der Wall des Lagers gehörig besetzt worden, und die Sigambrer konnten nicht mehr hoffen, dasselbe zu erobern; sie zogen daher ab, holten die den Eburonen abgenommene Beute aus dem Verstecke hervor, und begaben sich mit ihr über den Rheine zurück.
In welchem Ruf von Tapferkeit bei den Römern auch damals noch nach so manchen Siegen Cäsars die Germanen gestanden haben müssen, zeigt sich uns, wenn wir die Stärke der beiden Gegner in obigem Kampfe einander gegenüberstellen.
Im römischen Lager hatte Cäsar eine Legion von etwa 4800 Mann, ferner 200 Reiter nebst Kranken, wovon 300 bald genasen, also 5300 Streitbare zurückgelassen. Gegen diese rückten 2000 sigambrische Reiter an, und vermochten einen solch panischen Schrecken zu verbreiten.
Ja selbst nach ihrem Abzug dauerte der Schrecken noch fort; denn als in der folgenden Nacht (Caesar, der bereits in der Nähe von Aduatuca eingetroffen war, mit der Reiterei vorausgesendet, vor Cicero's Lager erschien, da wollte ihm Niemand glauben, dass Cäsar und sein Heer unverletzt herankomme. So eingeschüchtert war Alles, dass Manche ganz ausser sich, behaupteten, sämmtliche Legionen seien vernichtet, und nur die Reiterei habe sich durch Flucht gerettet, denn wenn dem Heere kein Unfall widerfahren wäre, würden die Germanen es sich nimmer haben einfallen lassen, das Lager erobern zu wollen. Endlich erschien Caesar selbst und man athmete wieder frei.
Caesar, dem in vollem Masse bekannt war, was für Wechselfälle der Krieg mit sich führe, rügte nur das Eine, dass Cicero seine Cohorten das sichere Lager verlassen liess, da er unter den damaligen Verhältnissen durchaus nichts aufs Spiel setzen durfte. Er wies daraufhin, dass das überraschende Erscheinen der Sigambrer, noch mehr aber der Umstand, dass sie bereits an den Wall und die Thore herangedrungen, wieder hätten abziehen müssen, so recht die Macht des Zufalls ans Licht stelle. Das Merkwürdigste jedoch bei dem Vorfall war , dass die Germanen den Rhein Überschritten, um des Ambiorix Land zu plündern, und zufällig zum romischen Lager gekommen, ihm den willkommensten Dienst erzeigen wollten.
Caesar brach von Neuem auf, um mit Feuer und Schwert gegen die Eburonen zu wüthen, und sendete eine grosse Menge Plünderer, welche aus den Nachbarstaaten sich eingefunden hatten, nach allen Richtungen aus. Alle Dörfer, ja alle Gehöfte, deren man ansichtig wurde, wurden eingeäschert und überall Beute hinweggeschleppt. Das vorhandene Getreide wurde theils von der Masse von Menschen, Pferden und Transportthieren aufgezehrt, theils lag es von dem Platzregen, welche jenes Jahr mit sich brachte, zu Boden geschlagen. Wenn sich unter solchen Umständen auch Einer oder der Andere der Eburonen verborgen zu halten wusste, so musste er von allen Lebensbedürfnissen entblöst nach Abzug des Heeres dennoch zu Grunde gehen.
Caesars Reiterei durchstreifte das Land nach allen Richtungen, und oft war man Ambiorix so nahe gekommen, dass Eburonen im Augenblick ihrer Gefangennehmung sich nach ihm umschauten, weil sie ihn gerade noch auf der Flucht gesehen hatten, und dass sie behaupteten, er müsse noch im Gesichtskreise sein. Manche von Cäsars Leuten hofften ihn dann zu erreichen, und nahmen fast übermenschliche Anstrengungen über sich, um sich bei ihrem Oberfeldherm in Gunst zu setzen, aber immer fehlte noch etwas, des Hauptfeindes habhaft zu werden. Durch Schlupfwinkel, Wälder und Schluchten wusste sich Ambiorix stets seinen Verfolgern zu entziehen, und eilte sodann von der Nacht begünstigt bald rechts, bald links nach andern Gegenden. Nur von vier Reitern, denen er allein sich anzuvertrauen wagte, war er noch begleitet. Im Jahre 51 V. Chr. lebte indess Ambiorix noch, und Cäsar machte damals, um seiner habhaft zu werden, einen zweiten verheerenden Zug durch das Land der unglücklichen Eburonen.
Nach solchen Verheerungen ist es begreiflich, dass die Ubier 14 Jahre später, wenigstens grösstentheils, von Agrippa auf das linke Rheinufer versetzt, im früheren Lande der Eburonen und Menapier Raum finden konnten.
Als Cäsar seinen Rachezug beendigt hatte, führte er sein Heer nach Durocortorum, der remischen Hauptstadt. Dorthin berief er einen Landtag der Gallier, und ordnete über die Verschworung der Senonen und Carnuten eine Untersuchung an. Acco, das Haupt der Verschwörung wurde zum Tode verurtheilt und nach alt gallischer Weise hingerichtet. Einige andere, die sich aus Furcht vor dem Urtheilsspruche geflüchtet hatten, wurden in die Acht erklärt.
Cäsar liess hierauf zwei Legionen an der trevirischen Grenze, zwei im Lande der Lingonen, und die sechs übrigen um Agejidicum (Sens), im Gebiete der Senonen Winterquartiere beziehen, und begab sich, nachdem er die Lebensmittelverpflegung geordnet hatte, zur Abhaltung seiner Gerichtstage nach Italien.

©2010 | Atuatuca | Si non è vero, è ben trovato!
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