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| DER ÖFFNER DER DOSE |
Freitag, 30. 07. 2010 |


Oder: Hasta la victoria siempre Ein geschichtlicher Roman ohne grosses Federlesen.
Für alle Toten des Gefechts
Vorwort "Und so ging es einher in allen Landesteilen" C.I.C.
Kapitel I
Im Herbst des Jahres 700 römischer Zeitrechnung geraten 15 römische Cohorten in das Land der Eburonen, einem germanisch-keltischem Stamm, welcher zwischen den Flüssen Maas und Rhein siedelt. Der Stamm ist unbedeutend im Gegensatz zu anderen gallischen Stämmen. Was wichtig wurde, war die Präsenz römischen Militärs in einem Gebiet, das 1000 römische Meilen von Rom entfernt lag.
Das diese Truppen keinen Höflichkeitsbesuch abhielten, war schnell klar. Zumal die Eburonen schon in den 4 Jahren vor diesem Herbst mehrfach gegen Römer gekämpft hatten und um die Brutalität und Perfektion der Römer wussten. Sie selbst standen dem im nichts nach, nur waren sie schlechter organisiert und hatten wesentlich weniger Nachschub.
Wie dem auch sei, es gab einen befestigten Ort im südlichen Teil des Siedlungsgebietes, mehrere Dörfer, sowie viele Einzelgehöfte und einige kleinere Befestigungen. In der Nähe einer dieser Befestigungen errichteten die Römer unter Leitung eines Sabinus und Cotta mit ihren 15 Cohorten ein Winterlager.
Der Ort war mit Bedacht gewählt. Er hatte genügend Wasser, Getreide und Holz in der Nähe. Eine kleine gallische Befestigung gegenüber dem Lager bewachte eine Furt und eine weitläufige Eisenerzabbaustrecke, welches eine gallische Trasse der Länge nach schnitt. Nach diesem Posten wurde das Lager benannt.
Nachdem das Lager eingerichtet, die Holz-Erde-Mauer befestigt und der Wald im Umkreis gerodet war, zwangen die Römer die Eburonen, ihnen 5 t Getreide pro Tag zu liefern. Ein stetiger Strom von Karren und Wagen, Menschen und Vieh zog nun aus dem Stammesgebiet zu dem Winterlager.
Kapitel II
Das lief eine Weile, etwa 2 Wochen lang, vorteilhaft für die römische Besatzung. Eines Tages griff ein kleiner Trupp Eburonen unvermittelt das Lager an. Der Angriff wurde durch römische Reiterei zurückgeschlagen, was zur Folge hatte, das die Römer angesichts der zahlenmäßig geringen Angreifer zu dem Schluß kamen, dass dieser Stamm doch recht armselig und klein sein musste. Bei diesen Kämpfen wirft ein Infanterist ein leichtes Pilum, dieses geht verloren und bleibt im Boden liegen, wird 2000 Jahre wieder gefunden und bildet die Keimzelle zu der Findung all der kommenden Ereignisse um das Desaster um Atuatuca. Kleiner Wurf für den Römer, grosser Wurf für die nordeuropäische Archäologie.
Der Anführer der Eburonen, ein gewisser Ambiorix, schritt nun zur Tat, indem er den eingeschlossenen Cohorten noch just am Tag des Angriffs eröffnete, das alle Gallier sich erbost hätten, drei römische Winterlager im nördöstlichen Gallien zeitgleich anzugreifen, um ein Desaster zu schaffen. Lachen auf römischer Seite. Getuschel. Noch einen drauf: Die Eburonen würden die Römer mit allem Firlefanz von dannen ziehen lassen, zum nächsten Lager, 50 römische Meilen über die Maas in nervisches Gebiet.
Unbegreiflich, aber wahr: die Römer ziehen am Morgen des nächsten Tages ab. Der Zug ist etwa 3 römische Meilen lang. Vorn weg die frisch ausgehobene Legion des Sabinus mit den jungen unerfahrenen Legionären, dann der Tross, dann die Veteranencohorten des Cotta. In ein Tal hinab, an dessen Ende es in Richtung der Furt zur Maas geht. In zwei Tagen wollen die Römer zum nächsten Lager.
Als der Zug komplett aus dem Lager ist und die Spitze den Talausgang erreicht hat, wird er 2 römische Meilen vom Lager entfernt von den Hängen des Tales aus angriffen. Gleichzeitig greifen Eburonen die Nachhut beim Abstieg vom Lager an und schließen das enge Ende des Tals. Der Coup, warum auch immer, gelingt. Ohne Wissen um die tatsächliche Stärke der Eburonen vernichten diese einen Großteil der römischen Infanterie und deren Offiziere, welche sich unter Aufgabe ihres Trosses zu einem Kreis zusammen geschlossen hatten ... und gehen mit diesem einen Sieg in die Geschichte ein.
Kapitel III
Der Gefechtsort hat sich nach mehr als 2000 Jahren sehr verändert, das ehemalige römische Lager ist heute ein friedliches Plätzchen Erde und kein Mensch weiß um das Blut und die Tränen aufgrund des Dramas in diesen Gefilden, welches uns ein Caius Iulius Caesar doch so sehr ans Herz gelegt hat.
Ein Nachwort zum "Der Öffner der Dose"
Was will uns der Autor sagen? Welche Dose meint er, warum und von wem wurde sie geöffnet und was war in der Dose und wo ist der Inhalt jetzt? (Wir empfehlen zu dieser Lektüre einen leichten Chardonnay und Musik von Peter Fox - Die Red.)

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