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| DIE SCHLACHT UM DAS LETZTE MAMMUT |
Freitag, 30. 07. 2010 |

Die heutige Sicht auf antike "Schlachten" ist stark geschönt. Auf dem Bild oben fehlt Blut, keine Bäume sind zu sehen, keine fliegende Dinge, es fehlt die Lautstärke, der Gestank und die Panik desjenigen, der sich mitten drin befindet (z.B. das Mammut). Ich möchte in keiner Schlacht gekämpft haben, nicht damals und nicht heute. Vergleichbar ist das mit Pornografie. Wir machen uns eine schöne Lovestory und spielen das dann nach. Was dabei rauskommt ist beispielsweise der Herr der Ringe. Antike Schlachten waren extrem pornografisch (bitte als bildlicher Vergleich im Gegensatz zur "Lovestory" zu sehen), abstoßend, dreckig und hatten auch gar nichts zu tun mit unseren Ritterspielchen heute. Seltsam, das wir das so gerne nachspielen. Aber wir wollen ja nur spielen. Insofern ist das akzeptabel und gefährdet nicht unbedingt die Umwelt, ausser die Leute, welche sich das anschauen müssen. Die gehen, wenn sie gute Bürger sind, direkt danach Blut spenden um wenigsten etwas von dem edlen Stoff zu sehen. Also doch ein Gewinn!
Atuatuca war ein Afront gegen die guten Sitten der Gastfreundschaft. Kaum kamen zum ersten Mal interessierte Gäste, zwar ungebeten, in unser Land, schon werden diese bestialisch massakriert. Seien wir doch den Römern im nachhinein dankbar, das sie damals nicht aufgaben und immer wiederkamen, bis die römische Kultur letztendlich und unwiderruflich auch in die letzten Winkel der gallischen Köpfe gelangte.
Illustration: Clarys Benoit für das Gallo-romeins museum | B-Tongeren: "Die Atuatuaca-Schlacht" (dort ohne Mammut). Fahren Sie mal hin, es lohnt sich.

©2010 | Atuatuca | Si non è vero, è ben trovato!
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