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AN DEN LANDSCHAFTSVERBAND RHEINLAND Freitag, 30. 07. 2010




Notiz: Sagt, er habe Atuatuca gefunden und wünscht sich das Lied von Schevi Naidu: "Drink doch ene mit, stell dich net e su a".

Ich benutze zu dieser Unterredung die Form der elektronischen Medien - welche zuvor schon mit einer ähnlichen Webseite in Zusammenhang mit dem Thema Steinzeit angewandt wurden. Der Webmaster sagt dem Landschaftsverband Rheinland (im folgenden LVR genannt) etwa folgendes:

"Er müsse gestehen, er sei dem Landschaftsverband für seine Wohltaten zutiefst verpflichtet; auf seine Veranlassung habe er großen Erfolg mit seiner Firma Blumammu gehabt, dadurch habe er gute Referenzen mit großen Museen erhalten; der LVR habe ihm auch den Sinn für Geschichte und deren Zusammenhänge zurückgegeben, welche er im Kino und Fernsehen fast schon verloren hätte. Auch habe er die Suche nach Atuatuca nicht nach eigenem Willen oder freiem Entschluß unternommen, sondern war gezwungen von dem Drang, raus zu kommen und nicht zu verkümmern in Taubenzucht und Fußball zu schauen; den so hochgelobten Herren Schliemann/Winckelmann Tribut zu zollen und dem vielgelesenen Buch seiner Jugend "Götter, Gräber und Gelehrte" einen Sinn zu geben; seine Heimatliebe sei von der Art, dass die Rheinländer ihm gegenüber ebenso viele Rechte besitzen wie er den Rheinländern gegenüber. Auch habe an seinem Wohnort nur deshalb die Suche begonnen, weil er sich von dem Verdacht nicht ausschließen konnte, das dies alles in diesem Umfeld stattfand. Der beste Beweis seiner Schwäche als Dilettant und sogenannter "Hobby-Archäologie": er sei nicht so weltfremd, den Verdacht auszuschließen, sich all das einzubilden und sich selbst zu täuschen; man könne mit solchen unwissenschaftlichen Mitteln, welche er besitze, nicht gegen den LVR ankommen, eine solche Findung zu machen. Es sei gemeinsamer Beschluß aller Rheinländer und der heutige Tag der Deutschen Einheit sei für den Angriff auf den LVR bestimmt, damit kein DAI dem anderen zu Hilfe kommen könne. Als Rheinländer hätte er Rheinländern und Belgiern die Findung nicht gut abschlagen können, zumal der Beschluß wohl die Wiedergewinnung kreativer Freiheit gegenüber den eingefahrenen Karrenwegen des LVR zum Ziel habe. Da er nun für die Euregio getan habe, was die Vaterlandsliebe fordere, wolle er nun seiner Verpflichtung durch die Wohltaten des LVR Rechnung tragen. Er mahne und bitte den LVR zum Dank für seine Loyalität, sich und seine Archäologen zu retten. Eine mächtige Schar exzentrischer Sondengänger mache sich schon über Maas und Rhein startklar und werden in unabsehbarer Zeit ihre illegal-schmutzige "Leichenfledderei" ausüben wollen. Der LVR müßte selbst entscheiden, ob er, ehe die Nachbarn es merkten, seine Archäologen aus den muffigen Büros, überheizten Konferenzräumen und volldigitalen Ausstellungstempeln zu den Orten des Geschehens führen will, von denen der eine etwa 5 km, der andere nur wenig kürzer vom Atuatuca entfernt stehe und wo ihnen der Wind der Geschichte frisch um die Ohren pfeift. Der Webmaster verspreche und verbürge ihnen eidlich sicheres Geleit durch sein Land zu den Fundstellen. So sorge er für seine Heimat, welche er von der Last der Unschuld befreie, und statte zugleich dem LVR Dank für seine Wohltaten ab. Lasst uns gemeinsam die Büchse der Pandora öffnen."


©2010 | Atuatuca | Si non è vero, è ben trovato!