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Donnerstag, 11. 03. 2010 |

Trinkhörner der Kelten haben sich nicht erhalten, da diese aus organischem Material bestanden. Sie wurden aus Stierhörner hergestellt, möglicherweise bevorzugt aus Auerstierhörner. Hier variierte die Größe je nach Horn und dem trinkbedarf des Users. Man kennt Trinkhornbeschläge aus keltischen Gräbern. Demnach hatten die Luxusmodelle (siehe einen Nachbau nach einem keltischen Grabbefund oben) einen Bronzerand und einen Fuß, verbunden mit Ösen zum Zwecke der Befestigung einer Schnur (Leder?). Die Tinkhörner konnte man nicht abstellen, höchsten in eine Halterung oder in den losen Boden stecken. Das läßt den Umkehrschluss zu, das das Horn mit der Flüssigkeit weiter gereicht wurde und man es so austrinken sollte. Große Hörner fassen etwa 1.5 l Flüssigkeit. Man darf keine warmen oder heißen Flüssigkeiten einfüllen, diese verformen das wärmesensible Horn. Ätzende Flüssigkeiten ebenfalls nicht (etwa das nordamerikanische koffeinhaltige und stark zuckerhaltige Getränk), gedingt durch die Kohlensäure.
Das Festgetränk der Kelten war vermutlich eine bierähnliche Flüssigkeit. Später, durch Handelsverbindungen mit den Römer, respektive südlichen Mittelmeerhandelspartnern, kam Wein hinzu. Den Wein tranken die Kelten im Gegensatz zu den Römern, pur. Die Römer tranken Rotwein ausschließlich mit Wasser vermischt. Puren Wein zu trinken galt bei den Römern als barbarisch. Die Kelten gaben sich mit Wein, wenn sie sich dieen denn leisten konnten, die Kante. Ein Sklave für eine Amphore Wein ist belegt. Das hatte natürlich alles seine Folgen ...

Hier ein Trinkhorn nach eigenem Gutdünken gestaltet. Das Fassungsvermögen ist ungefähr 0,5 l, die Beschläge aus Messing hergestellt. Das ist natürlich nicht der Klopper, doch macht es schon etwas her. Denn man tau.

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