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SCHMOCK UND TANT Mittwoch, 17. 03. 2010



Wir sehen Gold, Koralle, Bronze und Glas. Das kann man dann zu Fibeln, Armreifen, Halsringen, Devotionalien und ähnlichem verarbeiten und tragen. Die Fibeln sind typisch und dienen der Einordnung der Zeitstellung des Fundes. Der Glasarmreif besteht aus Kobaltglas (nicht Kobold, eh!). Das Pferdchen ist aus Bronze, der Anhänger aus Koralle. Der linke Armreif ist aus Gold, der rechte aus Messing. Messing kannten die Kelten nur von den Römern. Selber konnten sie dieses nicht herstellen, obwohl die Voraussetzungen da waren (Zinkblende und Kupfer 1:4). Und so geht es einher in allen Landesteilen.



Mit freundlicher Unterstützung von St.Gobain Glass in Stolberg/Rhld. habe ich eine Bruchstück eines antiken blauen keltischen Glasarmreifens (Oberflächenfund) analysieren lassen. Das Ergebnis:

SiO2 70,7%
Na2O 16,8%
CaO 6,42 %
Al2O3 2,36%
Fe2O3 0,84%
CI 0,73%
K2O 0,65%
SO3 0,47%
MgO 0,37%
CuO 0,19%
MnO 0,17%
CoO 0,13%
TiO2 0,1%

= 99,93 %

Siliziumdioxyd (SiO2) = Quarz ist der größte Anteil mit fast 71 %. An Kobalt ist nur 0,13 % drin, doch macht dieses die Farbe aus. Blau war wohl eine beliebte Farbe bei den Kelten. Die Bruchstücke dieser Armreifen kommen im ganzen Rheinland vor. Hergestellt wurden diese möglicherweise im heutigen Hessischen Raum und dann verhandelt. Die Technik ist relativ einfach. Glas wird hergestellt und ein halbflüssiger heißer Knubbel mittels eines Holzstabes in eine Form gedrückt und gedreht mit bekanntem Ergebnis. Dann langsam abkühlen lassen.


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