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| WIE GEWANN DER KELTE EISEN? |
Mittwoch, 17. 03. 2010 |
Bau und Inbetriebnahme eines Rennofens an der Mies-van-der-Rohe-Schule in D-Aachen/NRW. Seit 1998 werden an der Mies-van-der-Rohe-Schule in D-Aachen von Schmiedemeistern, Gesellen, Metallbauer-Auszubildenden und Mitarbeitern der RWTH-Aachen experimentalarchäologische Versuche, insbesondere zum Rennofenbau und der Renneisenverarbeitung durchgeführt. Ziel ist es, Erfahrungen mit der Renneisenerzeugung und Verarbeitung zu sammeln. Zusätzlich wurden in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der RWTH-Aachen und der prähistorischen Staatssammlung München Schmiedeversuche zur Rekonstruktion der Herstellung einer 3500 Jahre alten Kupferaxt durchgeführt. Im Rahmen des Werkstofftechnik-Wettbewerbs der Hochschule wurden Vera Kottmann-Rexerodt und Derk Verhaaf mit einer Arbeit über die Renneisenverarbeitung ausgezeichnet.
Erzsuche in D-Stolberg/Rhld./Breinigerberg (Keltisch-römischer Bergbau nachgewiesen).

Aufbereitung des Lehms für den Ofen

Herstellung eines Ofenfundamentes

Bau eines Rennofens

Zerkleinern des Erzes

Ein Rennofen in Betrieb. Die Bestückung erfolgt mittels Lagen von zerkleinertem Eisenerz und Holzkohle.

Der Ofen wird über Stunden mit Sauerstoff beheizt, eine Arbeit, welches hier Pressluft macht.

Ein Rennofen in Betrieb mit abfließender Schlacke. Das Eisen schmilzt nicht, es bildet Luppen am Boden den Rennofens.

Roger Mürkens öffnet einen Rennofen, damit die Luppe entnommen werden kann

Beispiel einer Luppe (aufgesägt). Etwa 8 Kilo.

Tanya Graham verschmiedet das erzeugte Renneisen

Informationen (auch zu den Schmiedekursen): Mies-van-der-Rohe-Schule D-Aachen Lutz Thelen
Tel: +49 (0)241 16080
Vielen Dank für die Bilder, Lutz.

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