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| EINE KELTISCHE LANZE = SPEERMÜLL? |
Samstag, 13. 03. 2010 |
Archäologischer Fund einer assymetrischen Lanze aus dem schweizer Ort LaTène (Spätlatène) und dessen Rekonstruktion. Länge über alles: 47 cm, Material: Geschmiedetes Eisen.









Die Lanze ist ein richtiges Mörderteil, in Kalkriese geschmiedet, im Rheinland gelandet und vorsichtig zu handhaben in Gegenwart von Menschen.
Der Hersteller (nicht der auf dem Foto, aber weiter oben) der Lanze lebt in Norddeutschland: Christian Böhling, Hunteburger Str. 13, 49191 Belm und ist Museumspädagoge und Schmied im Museum Kalkriese/Osnabrück (Germanische Fraktion). Guter Mann. web: >>archaeoschmiede
Die Kurzstreckenwaffe der Kelten: Ein kurzer Speer mit einer Lederschlaufe am Ende. Man wickelt sich die Lederschlaufe um ein Handgelenk, greift die Länge der Schlaufe am Speer und wirft das Teil in jemanden hinein und reißt es sofort an der Schlaufe zurück. Es entsteht auf kurzer Distanz eine hohe Wurfkraft und häßliche Wunde. Vorteil: Die Waffe kann entsprechend oft eingesetzt werden, ohne in Verlust zu gehen. Das funktioniert. Der Schaft darf nicht zu lang sein, sonst "kippt" die Waffe und verliert an Stabilität. Der Schlaufendurchzug muss flexibel sein, damit sich das Leder während des Wurfs dreht. Das Auge nicht zu nah ans Ende setzen, sonst reisst das Holz beim zurückziehen. Nicht bei Menschen einsetzen, nicht in geschlossenen Räumen einsetzen, nicht zu Schaukämpfen einsetzten, nicht nachbauen.

Das Buch zur Legion: Markus Junkelmann Die Legionen des Augustus 1986 Verlag Phillip von Zabern, Mainz am Rhein ISBN 3-8053-0886-8


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