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REGENBOGENSCHÜSSELCHEN Donnerstag, 11. 03. 2010









Keltische Münzen heißen Regenbogenschüsselchen, weil sie aussehen wie Schüsselchen und am Ende vom Regenbogen zu finden sind. Das hat den Hintergrund, das keltisches Geld damals nicht unbedingt im Umlauf war und nur bei wichtigen Geldgeschäften zum Einsatz kam, etwa Söldner bezahlen, Tributzahlungen und Bestechungsgelder. Da wurden solche Zahlungen aus Angst vor Überfällen schon mal in Lederbeutelchen vergraben. Da die Münzen aus Gold waren, rosten diese nicht und glänzen. Ein Bauer, welcher sein Feld gepflügt hatte und der Regen die Erde glättete, fand nach einem starken Regenguss, wenn ein Regenbogen erschien, solche Münzen. Und nannte sie "Regenbogenschüsselchen". Habe das auch schon probiert und bin dumm gelaufen.

Unten abgebildet der Münzschatz von B-Heers ...



... und von NL-Maastricht



Beide Funde beinhalten die sogenannten Regenbogenschüsselchen. Es sind im Fall B-Heers Münzen verschiedener Stämme, Nervier, Atuatucer und Eburonen, alle aus Gold. Der Münzfund von NL-Maastricht enhält nur Eburonische Münzen, Gold und Silber. Beide Münzfunde entsprechen einander zeitlich (100 - ca. 50 v.Chr.) B-Heers und NL-Maastricht liegen ca. 40 km entfernt. Daraus Rückschlüsse auf die Ereignisse um Atuatuca zu schliessen, ist verfrüht. Ich denke, man hat in den letzten 1000 Jahren in der Euregio oft Münzen und Münzschätze aus diesem Zeitraum gefunden. Sie sind nicht belegt. Oder hätten Sie so einen Fund im Mittelalter angezeigt?


Das gute Buch zur Münze:
Münzen der Kelten
Günther Dembski
Wien 1998
1998 Kunsthistorisches Museum Wien
ISBN 3-900-325-90-9



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