Ereignisgeschichte  Atuatuca  Quellenkritik  Archaeologie  Infos  Keltenkerl 
Sitemap   Impressum
Bellum Gallicum   Kontakt
 

BEI ATUATUCA HABEN DIE EBURONEN DEN BOGEN ÜBERSPANNT Freitag, 30. 07. 2010

Die Etymologie von "Eburone" wird sein: eibe, eebe + bauer, boer (de) (= Plural). "Eibe, eebe" = Eibe. "Bauer, boer" = Landwirt. Also: Eiben-Landwirte. Aus Eibe wurden (werden) die besten Holzbögen hergestellt. Die beste Eibe wächst auf sandigen Böden, wo das Wachstum langsam ist und das Holz mehr fasert. Das lateinische Wort für Eibe ist taxus. Die Römer nannten die Region: Taxandria, später Toxandria (Eibenland). Ebenso ist dies der griechische Name für Gift. In der Region um Tongeren siedelten nach dem Niedergang der Eburonen die Tuxaner. Dies kann der lateinisierte Name der Eburonen bedeuten. Die Eibe aus der Region hatte einen sehr guten Ruf, sodass die Gallier ein spezielles Wort dafür hatten: eburo.

Erwähnenswert sei noch, dass der Name der Stadt englischen York wahrscheinlich mit den Eburonen zusammenhängt. Die Stadt wurde zum Civitas eburacum durch die Römer (Stadt der Eburonen). Dies ist nach der Etymologie des Englischen keineswegs ein Zufall. Im Norden liegt eine Region namens Yorkshire Mores (Heide in der Grafschaft York). Die Bauern des lokalen Gemeinwesens besserten, ebenso wie die Eburonen, ihre mageren Einkünfte mit der Kultivierung der Eibe auf. Das Dorf war bekannt für sein Holz Eibe, weshalb es den römischen Namen bekam.



Eibe eignet sich hervorragend zum Bogenbau. Das weiche Splintholz aussen dehnt sich unter Zug, das harte Kernholz innen wird gestaucht. Das Holz ist sehr zäh und verrottet nicht so schnell.



Der Bogen unten ist einem englischen Langbogen nachempfunden. Die Nocken sind aus Hirschgeweihspitzen, der Bogenkörper ist fast rund. Möglich, das die keltischen Bögen so aussahen. Bis dato hat man noch keinen gefunden. Unteres Bild ein Größenvergleich: en lecker keltisch Mädche (Boierin) mit Bogen und Kelte zum ausschneiden.



Das Buch zum Bogen:
Der gefiederte Tod
Hagen Seehase und Ralf Krekeler
Verlag Angelika Hörnig, Ludwigshafen 2001
ISBN-10: 3-9805877-6-2



©2010 | Atuatuca | Si non è vero, è ben trovato!