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| DIE SUCHE NACH DEM GEFECHTSORT |
Donnerstag, 11. 03. 2010 |
Die Sache um Atuatuca ist einfach und zugleich komplex. Die Theorie bestimmt, was wir beobachten. Mit Atuatuca wurde seit Anbeginn der Suche eine "thematisierte Unzucht" betrieben, will sagen, einige selbsternannte Experten (siehe diese Website) schrieben etwas ihrer Meinung nach Intelligentes dazu und viele schrieben es wiederum ab, ungefragt und ungeprüft. Ein Gefühlsautomatismus gegenüber Caesar gesellte sich dazu, so dass mit der Zeit eine objektive Betrachtungsweise auf das Thema fehlte.
Auf die Berichte Caesars zu Atuatuca bezogen so geschehen mit der belgischen Stadt Tongeren. Unbestreitbar die älteste Stadt Belgiens und ein spiritueller Ort belgischer Geschichte, erlangte Tongeren in Europa Berühmtheit als "die" Stadt des Ambiorix, bzw. der Ort, wo alles stattfand. Dies geschah, weil 1. der Name Tongeren sich aus seiner antiken römischen Benennung "Atuatuca Tungrorum" herleitet, woraus Napoleon III schloß, dies sei der Ort des Gefechtes um Atuatuca und es in seinem Werk "De bello gallico" mit Karten manifestierte; 2. die Stadt Tongeren noch eine Statue des Ambiorix darauf stellte (in allen Ehren) und fertig war der Mythos "Ambiorix" in und um Tongeren. Doch gibt es bis dato nicht einen Beweis, der für >>Tongeren als dem Ort der Ereignisse um das Atuatuca spricht. Die archäologischen Befunde sprechen dagegen.
Wir adaptieren vieles, was Caesar uns hinterlassen hat, ob es wahr oder unwahr ist. Und wenn es nicht passen sollte, biegen wir es hin. Irren ist menschlich. Wir wissen nicht, wie stark die Mannschaften des Sabinus waren, wir wissen nicht, warum die tollen Römer ausgerechnet in ein enges Tal marschierten, wir wissen nicht, warum das entscheidende Gefecht gegen alle Regeln der römischen Kriegskunst verlief. Bekommen aber einfache Erklärungen Caesars aufgetischt, mit allen Konsequenzen. Sicherlich hat sich in groben Zügen auch alles irgendwie so abgespielt, nur, wo liegt die Wahrheit?
Wenn der Mensch eine Theorie hat, eine Theorie, die ihm gefällt, die ihn überzeugt und zufrieden stellt, so tendiert er dazu, alles im Lichte dieser Theorie zu betrachten. Anstatt die verfügbaren Daten objektiv zu beurteilen, sucht er nur nach Bestätigung für seine Theorie. Mehr noch, die auserwählte Theorie beeinflusst, ja, determiniert seine Wahrnehmung. Die Theorie bestimmt, was wir zu beobachten vermögen. In anderen Worten: Wir sehen, wir hören, wir nehmen wahr, was mit unserer Theorie zu vereinbaren ist, und alles andere klammern wir einfach aus. Es gibt Sprichworte, die mehr oder weniger dasselbe besagen wenn auch mit anderen Worten: Zwei Drittel von dem, was wir sehen, befindet sich hinter unseren Augen, oder nach den Worten des großen Vorsitzenden Caesar: Was man wünscht, glaubt man gern (quod volunt, credunt).
Die Hypothese von Atuatuca bestimmt, was die Sucher beobachten. Doch nicht nur. Sie bestimmt auch, was sie suchen, sie bestimmt ihre Art, mit den Berichten umzugehen, die Fragen, die sie ihnen stellen. Sie bestimmt, wie sie ihre Protokolle abfassen. Ohne dass dies alles irgendetwas mit böser Absicht zu tun hätte. All das kann zu Fehlern in den Ermittlungen führen - und die wissenschaftliche Archäologie ist dazu da, diese Fehler zu korregieren.
Einerseits: Caesar spricht unmittelbar zu demjenigen, welcher Atuatuca sucht. Das tut er nur zu diesem Einen. Es baut sich eine seltsame Liebschaft auf, welche Caesar wahrscheinlich scheißégal war, als er über Atuatuca schrieb, aber dem Suchenden die scheinbare Aura des Besonderen gibt, sozusagen der Hauch der Geschichte umweht ihn. Man mag sich in diesem Hauch sonnen oder einhüllen, nur, dieser Umstand kann auch zu einem lauen Lüftchen werden welches ganz schön stinkt wenn man sich zu sehr in das Thema hineinkniet und nichts, aber auch rein gar nichts findet, ausser Mutmassungen, Hyphothesen, Wahrscheinlichkeiten und abgekupferte Statements von Wikipedia oder anderen Dilettanten und selbsternannten Experten. Man sucht praktisch die Crash-Notlandung eines Ufos in völlig unbekanntem Terrain. Unterm Sofa.
Andererseits: Die Suche geht eben nur so oder so ähnlich. Erst die Vermutung, dann die Suche nach der gallische Höhenfestung, dann die geo-logischen Umstände in der Nähe dessen, den Standort des Winterlagers und davon ausgehend der Gefechtsort. Die Beweisführung geht über Feldbegehungen, Auswertung von Luftaufnahmen und intensive Nachforschung im landschaftschaftlichen Verlauf der vermuteten Umstände bis hin zu geomagnetischen Messungen als Resultat des Vorhergegangenen und das >>airborn laserscanning system. So entstünde im Idealfall peut à peut ein Bild, welches sich wie ein Puzzle fügen sollte bis hin zu letztendlichen Grabungen, z.B. nach Gräben des Lagers oder dem Gefechtsfeld und im weiteren nach den beiden Winterlagern. Caesar kommt man nur mit viel Geduld und Spucke auf die Sprünge. Darüber vergehen Jahre und viel Geld geht über den Tresen. Das sollte sich der Suchende klar machen, ob er Atuatuca nun findet will oder nicht. Sonst segeln er und Caesar aneinander vorbei, wie Schiffe in der Nacht.

Die Suche gilt einem Gefecht (dem Ort), einem römischen Winterlager und einer spätlatènezeitlichen Befestigung. Dies alles in einem nahen Abstand zueinander. Das Winterlager war maximal drei Wochen in Benutzung, zwei Wochen im Herbst 54 v.Chr. und eine Woche im Frühjahr 53 v.Chr.
Die Kernsätze aus Caesars Bericht über die Lage und Umgebung des Atutatuca sind:
b.g. L V 24, 4-6 Eine Legion, die er erst vor kurzem Jenseits des Padus ausgehoben hatte, und fünf Kohorten entsandte er zu den Eburonen, die größtenteils zwischen Maas und Rhein wohnen und von Ambiorix und Catuvolcus beherrscht wurden. Diese Einheit unterstellte er den Legaten Quintus Titurius Sabinus und Lucius Aurunculeius Cotta.
b.g. L V, 32,1-2 Als aber die Feinde am nächtlichen Lärm und der Geschäftigkeit der Soldaten den Entschluß zum Abzug erkannten, teilten sie sich, bezogen in den Wäldern in einem guten Versteck, etwa zwei Meilen entfernt, ihren Hinterhalt und erwarteten das Eintreffen der Römer. Als der größte Teil des Zuges in ein langes Tal hinabmarschiert war, erschienen sie plötzlich auf beiden Seiten des Tals, begannen, die Nachhut zu bedrängen, der Spitze den Ausgang zu verlegen und an einem für unsere Truppen höchst nachteiligen Platz anzugreifen.
b.g. L VI, 32, 3-6 Darauf teilte er seine Streitkräfte in drei Gruppen und schaffte die schwere Ausrüstung aller Legionen nach Atuatuca. So heißt ein fester Platz etwa in der Mitte des Eburonenlandes, wo Titurius und Auruneuleius ihr Winterlager gehabt hatten. Dieser Punkt schien ihm in jeder Beziehung geeignet, besonders aber, weil die Befestigungen vom Vorjahr noch in gutem Zustand waren, so daß er den Soldaten die Arbeit erleichtern konnte. Zum Schutz für das Gepäck hinterließ er die vierzehnte Legion, eine von den drei erst kürzlich ausgehobenen, die er aus Italien herübergeführt hatte. Den Befehl über diese Legion und das Lager erhielt Quintus Tullius Cicero, dem noch zweihundert Reiter beigegeben wurden.
b.g. L VI, 36, 2 ... schickte er fünf Kohorten zum Getreideholen auf die nächsten Felder, die vom Lager nur durch eine Höhe getrennt waren.
Die erste und dritte Aussage über den Standort des Atuatuca ergänzen sich einander. Die zweite und vierte Aussagen beschreiben die Umgebung des Atuatuca. Andere Fakten kann man nicht hinzunehmen, weil Streckenangaben Caesars zu dem Atuatuca einen Fixpunkt benötigen, welchen man nicht hat.
Laut Caesar's Aussagen besteht folgendes Faktum:
Das Hauptsiedlungsgebiet der Eburonen liegt zwischen Maas und Rhein, das Atuatuca liegt etwa in der Mitte des Siedlungsgebietes der Eburonen.
Ergo, das Atuatuca liegt zwischen Maas und Rhein.
Ansatzpunkte zu einer Findung würden sich ergeben:
Aufgrund von Hinweisen (Caesar's Berichte) Aufgrund von Funden, Artefakten aus dieser Zeit Aufgrund von bekannten keltischen Befestigungen (im Maas-Rheinland) Aufgrund einer Landschaft (welche der Beschreibungen Caesar's entspricht) Aufgrund von Sagen und Ortsnamen (welche die Geschehnisse noch tangieren könnten) Aufgrund der Findung eines römischen Lagers (aus caesarischer Zeit) Aufgrund der Findung eines Gefechtsortes (aus caesarischer Zeit)
Werden alle Informationen Caesars zu dem Atuatuca summiert, so ergibt sich der Umstand das, will man den Berichten des b.g. Glauben schenken, man eine kleine, spätlatènezeitliche Höhenfestung in der ungefähren Mitte des Stammesgebietes der gallischen Eburonen finden sollte, in deren näheren Umfeld sich ein römisches Lager und ein großes Tal befinden sollten. Dieses Gebiet dürfte nicht größer sein als 5 x 5 km. Interessant ist der Gefechtsort, den man als einen Ground-Zero bezeichnen kann. Dieser beschränkt sich auf ein relativ eng begrenztes Terrain von etwa 500m x 500m Durchmesser (welches die gute Chance bietet, noch Reste des Gefechtes zu finden). Es sollte möglich sein, Atuatuca allein durch vergleichen der Fakten und einer daraus resultierenden Suche zu beweisen.
Desweiteren gilt es zudem zu beweisen, das, wäre eine Komponente des Ensembles Festung/Lager/Gefechtsort um das Atuatuca gefunden, diese sich in einen Zusammenhang mit den anderen Komponenten fügen lassen müssten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, soll der Beweis erbracht werden, man alles zusammen finden sollte. Das ist sowohl mit dem Winterlager Sabinus der Fall, wie auch mit den Lagern Labienus und Cicero. Sie müssen ebenso in den angegebenen Entfernungen gefunden und bewiesen werden. Natürlich würde der Fund von nur einer Komponente die Suche erheblich erleichtern, weil es dann eine gewisse Konsequenz (wie bei einem Dominostein) zur Findung der anderen Komponenten gibt, sozusagen einen Angelpunkt.
Hier läßt der Fund eines der Lager den logischen Umkehrschluss zu, das man aufgrund der sehr präzisen Entfernungsangaben Caesars zu den Abständen der Lager zueinander, man eines der beiden anderen Lager finden sollte und ist dies gefunden, die Konsequenz des Standortes des dritten Lagers sich aus zwei Zirkelschlägen ergeben sollte. Dies wäre demnach die "doppelte Buchführung", welche das ganze Ensemble aus dem 5. und 6. Buch des b.g. bestätigen sollte.
Als sehr schwierig erweist sich die Tatsache, das archäologisch bislang nichts von caesarisch-römischem Militär im Rheinland und nichts in Belgien oder in den Niederlanden gefunden wurde, welches eindeutig auf die Ereignisse schließen lässt und man bis heute allein aus dem Bericht en Caesars auf die Realität des Ortes Atuatuca schließen kann. Der einzig reale Bezugspunkt ist F-Amiens als der Standort des römischen Hauptquartiers im gallischen Winterfeldzug 54/53 v.Chr.
Sollte Atuatuca auf dem Kreissegment eines Kreises mit dem Durchmesser von 300 km liegen (wenn man Caesar mit seiner Aussage, das die Winterlager im Herbst 54 v.Chr. in einem Umkreis von 100 römischen Meilen liegen, als Radiusdurchmesser interpretiert) mit der Antipode in F-Amiens, läge demnach das Lager Cicero 75 km von diesem Punkt auf F-Amiens zu. Dem entsprechen 225 km, welche Cicero von F-Amiens entfernt gelegen hätte. Caesar wäre in 5 Tagen mit einer Tagesmarschleistung von 45 km, in 6 Tagen mit 37,5 km und in 7 Tagen mit 32 km Tagesmarschleistung bei Cicero angelangt. 6 bis 7 Tage sind bei einem scharfen Marsch und dies ohne Gepäck machbar, zumal Caesar dies auch tat und nicht konkret sagt, wie lange er zu dem bedrängten Cicero benötigte. Machen Sie die Probe aufs Exempel und schlagen Sie einen Kreis von 300 km mit F-Amiens als Mittelpunkt und schauen, wo dieser Kreis im Nordosten endet. Rechnen Sie von diesem Punkt 75 km zurück und Sie würden das Gebiet des ehemaligen Lager Cicero erreichen. (Das ist schräg gedacht, aber es hat was.)

Nach den vagen Angaben Caesars hätten die östlichen Lager Cicero, Labienus und Sabinus während des Winterfeldzugs 54/53 v.Chr. relativ isoliert von den übrigen fünf Lagern gelegen und wären voneinander abhängig gewesen. Dies würde erklären, warum Sabinus den Abzug zum nächsten Lager vorzog. Waren die Lager bedroht, war schnelle Hilfe nötig, und Sabinus wählte die ihm (dem Militär) taktisch sinnvollere Lösung. Das lässt den Schluss zu, das sich der gallische Aufstand im Herbst 54 v.Chr. auf die drei östlichen römischen Winterlager konzentrierte.
Eine eindeutigere Variante für Caesars Aussage ist, das jedes Lager maximal 100 RM vom nächsten Lager entfernt lag. Aus den Angaben Caesars zu den Postitionen dieser Lager zueinander ergibt sich ein solcher Zusammenhang. Weitere Fixpunkte sind die Positionen der Lager Sabinus, Cicero und Labienus zueinander. Hier sind fast exakte Entfernungen angegeben, jedoch fehlt hier immer noch ein Fund, um diese im Raum zu definieren. Ein Ansatz bietet sich aus den Aussagen über die die Lage in den Stammesgebieten. Cicero bei den Nerviern, Sabinus bei den Eburonen und Labienus bei den Treverern. Dies erlaubt eine wage Positionierung im Großraum B-St.Truiden, L-Bastogne und D-Aachen.
Die Suche nach Artefakten aus der Zeit Caesars wird in dem Raum Belgien/Niederlande/Deutschland erschwert durch die Präsenz der römischen Kulturüberlagerung im Lauf von fast 400 Jahren. Zusätzlich fanden im gleichen geografischen Raum während des Zweiten Weltkrieg heftige Gefechte statt, deren Überreste mit denen der in Jahrhunderten davor intensiven Frühindustrialisierung in den vorhandenen Kulturboden eingingen.
Das Lager des Sabinus sollte etwa die Größenordnung von 600 x 600 m haben. Der Umstand, das bislang keines der römischen Marsch- oder Winterlager Caesars in Belgien, in den Niederlanden und in Deutschland gefunden wurden, beweist nicht die Nichtexistenz der Ereignisse aus dem b.g. sondern könnte bedeuten, das die Lager Caesars unter Umständen nicht in der Art befestigt waren, wie wir es aus der späteren römischen Antike kennen und diese Lager sehr fragil waren. Es werden Holz-Erde-Lager gewesen sein, die Unterkünfte aus Lederzelten. Was würde man beispielsweise finden können, wenn die Römer damals keine Gräben um ihre Lager gemacht hätten, sondern nur Wälle. Dies würde erklären, warum man noch keine Lager aus dieser vorchristlichen Zeit gefunden hat. Dagegen spricht, das man in Frankreich sehr wohl Gräben von Caesars Festungen gefunden hat (Alesia, Gergovia). Fazit: Ohne Gräben keine spätere Lokalisierung. Interessant dürfte das Lager des Cicero bei den Nerviern sein: hier sollte ein doppeltes Grabensystem mit einem Abstand der beiden Grabensysteme von etwa 100 m zu finden sein, bedingt durch die (noch vor Alesia!) Belagerungstechnik der Nervier.
 Abbildung aus: Neue Ausgrabungen und Forschungen zu den Belagerungswerken Caesars um Alesia (1991-1994) Sonderdruck aus Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 76, 1995 - Philipp von Zabern - Mainz am Rhein
Atuatuca stellt eine Sonderstellung um die Ereignisse aus dem b.g. dar. Caesar gibt Hinweise zu Atuatuca: Dessen Lage in einer Landschaft (zwischen Maas und Rhein) und eine Beschreibung des landschaftlichen Umfeldes von Atuatuca (großes Tal, Hügel, Getreidefelder). Es gibt eine gallische Befestigung in der Nähe des Lager Sabinus. Diese Hinweise sind prägnant und die Landschaft hat sich seit den Ereignissen vor 2000 Jahren nicht wesentlich geändert.
Ein Widerspruch in Caesars Berichten zum Atuatuca und den Eburonen ist die Erwähnung einer kleinen Festung und mehr oder weniger im gleichen Atemzug die Aussage, das die Eburonen keine befestigte Dörfer und Festungen besassen. Die Frage stellt sich, wann die Eburonen diese besaßen? Vor Caesars Einmarsch müssen sie da gewesen sein, siehe Düren-Niederzier und Kreuzweingarten. Waren diese Örtlichkeiten auch während des gallischen Krieges noch bewohnt? Eine Höhenfestung in der Größe der Alten Burg in Kreuzweingarten ist kein kleiner Fisch. Die Festung war mit einer sog. murus gallicus befestigt, also Gallisch und die Mauer wurde verbrannt. Man hat die letzten Ausgrabungen in den 20iger Jahren des letzten Jahrhundert getätigt, danach nichts mehr unternommen und vermutet einen Zusammenhang mit den Ereignissen um Caesar. Doch keine Münzen, keine eindeutigen Befunde, aber LT D1, ausgehendes Latène, erste Hälfte des 1. Jahrh. v.Chr. Man könnte fast denken, all diese Befestigungen sind durch Caesar zerstört oder geräumt worden. Was, wenn diese Räumungen eine Zeit vor Caesars Einmarsch passierten und wer war dann der Aggressor oder der Grund der Räumungen? Die Atuatucer = Kimbern und Teutonen oder Sugambrer? Dies würde zumindest erklären, warum Caesar zwar sagt, die Eburonen besaßen keine Dörfer oder Befestigungen, diese ehemaligen Örtlichkeiten aber noch durchaus in der Landschaft herumstanden, zwar leer, aber bekannt. Das ist alles Spekulation, doch waren die Eburonen gegenüber den Atuatukern tributpflichtig, was ein seltsamer Tatbestand ist, wenn man bedenkt, das die Eburonen bei dem Hinterhalt des Sabinus zahlenmäßig gleich oder sogar mehr an Mannstärke besassen als die römische Besatzung. Demnach nicht unbedingt eine schwacher oder kleiner Stamm. Irgendwas ist da Faul im Staate Dänemark.
Werden die Ereignisse aus dem b.g. Buch 5 24 - 37 auf die Landschaft westlich des Rheins etwa zwischen den heutigen Städten D-Köln/Bonn und NL-Maastricht/B-Lüttich bezogen (Hauptstammesgebiet der Eburonen zwischen Rhein und Maas), so ergeben sich vier gesicherte archäologische Befunde aus der Zeit um 50 v.Chr.: 1. Höhenfestung D-Kreuzweingarten, 2. Höhenfestung D-Kreuzau/Winden, 3. Befestigtes Dorf D-Düren/Niederzier und 4. Höhenfestung NL-Caster/Maastricht. Es gibt noch weiterere gefundene Dörfer, doch sind diese bislang nicht publik gemacht, sie liegen etwa auf der Achse Bonn - Übach-Palenberg.
Wendet man die Parameter oben genannter Ansatzpunkte auf eine mögliche Lokalisierung des Sabinus-Lagers auf die vier Örtlichkeiten an, so ergeben sich konkrete Zahlen und Fakten:
D-Kreuzweingarten: ca. 300 km von F-Amiens. 25 km vom Rhein entfernt. 75 km westlich liegt B-Lüttich, 90 km südwestlich B-Bastogne. Der Ort liegt nicht mittig im Rhein-Maasgebiet. Es gibt Täler und Berge im Umfeld, Äcker nach Nordosten. Liegt möglicherweise an eine Trasse. Hier könnte man (trotz zu weiter Distanz zu den Nerviern und seiner Randlage zum Rhein hin) vermuten, das es das Atuatuca ist. Nachteilig würde sich auch auswirken, das ein Zug aus der Gegend Euskirchen nach Westen durch sehr bergiges Gelände führen würde. Ich muss zugeben, die Gegend zu wenig zu kennen, um ein Beurteilung zu erlauben. Doch der Ort bietet alle Optionen, was die unmittelbaren Beschreibungen Caesars angeht. Doch wird dieser nicht von Caesar beschrieben als solches. War er zur Zeit Caesars Einmarsch schon verlassen? Kreuzweingarten wurde verbrannt. Wenn es der Ort wäre, es läge ja nahe, dann läge das Lager Labienus etwa in L-Munshausen und das Lager Cicero etwa in NL-Maastricht. Das hat was. Die Verbindungen sind ideal. Dagegen spricht, das die angekündigten Germanenhilfstruppen vom Rhein 2 Tage bis zum Atuatuca brauchen würden. Von Kreuzweingarten bis Bonn sind es nur ca. 25 km. Wenn die Hilfstruppen aber von etwa Krefeld kamen, so käme es hin. Andererseits, Kreuzweingarten, sollt mittig im Stammesgebiet der Eburonen liegen. Demnach wäre das Stammesgebiet der Eburonen relativ klein, wogegen die Münzfunde Eburonischer Stater aus Belgien sprechen. Doch sollte man Kreuzweingarten nicht aus den Augen verlierten.
D-Kreuzau/Winden: ca. 300 km von F-Amiens. 37 km vom Rhein entfernt. 75 km westlich liegt B-Tongeren, 90 km südwestlich B-Bastogne. Der Ort liegt annähernd mittig im Rhein-Maasgebiet. Es gibt Täler und Berge im Umfeld, Äcker im Osten. Liegt nicht an einer Trasse, doch ist hier der Ort D-Nideggen im Gespäch, welcher in der Nähe von D-Kreuzau-Winden liegt. Andererseits haben sich die Römer beim Bau ihrer Lager immer alle Optionen eines Ausfalls nach allen Seiten offen gehalten. Das ist in Nideggen nicht der Fall. Hier läge die westliche Seite eines möglichen Lagers an einem Steilhang und böte dem Feind eine Abrieglung nach Osten. Somit ist dieser Ort taktisch nicht sehr günstig. Andererseits entspricht die Lage um Kreuzau im Maas-Rheinland fast ideal den Angaben Caesars. Texte zur Suche nach Atuatuca in dieser Gegend: >>klick hier
D-Düren/Niederzier: ca. 300 km von F-Amiens. 37 km vom Rhein entfernt. 75 km westlich liegt B-Tongeren, 90 km südwestlich liegt B-Bastogne. Der Ort liegt mittig im Rhein-Maasgebiet. Es gibt das Tal der Rur, sonst keine Berge (bis auf die relativ nahe Eifel), Äcker rundherum. Liegt an einer keltischen Trasse. Möglicherweise war der Ort bei Caesars Einmarsch schon verlassen. Er wurde zumindest planmäßig geräumt. Verbrannt oder zerstört war da nichts.
Caster/Maastricht: ca. 300 km von F-Amiens. Ca. 110 km vom Rhein entfernt. 75 km westlich liegt B-Leuven, ca. 80 km südlich liegt B-Marche-en-Famenne. Der Ort liegt nicht mittig im Rhein-Maasgebiet. Es gibt das Tal der Maas, Hügel und westlich Äcker. Der Ort liegt möglicherweise an einer keltischen Trasse und an einer Furt über die Maas. (siehe auch Lage des Sabinus in D-Kreuzweingarten)
Demnach käme der Raum D-Düren/Euskirchen in die engere Wahl.
Wenn Düren/Niederzier/Winden/Kreuzweingarten das von Caesar erwähnte Atuatuca wäre (id castelli nomen est), wo liegt das Lager des Sabinus in dessen Umfeld? Interessant wäre zu erörtern, was Caesar mit "in der Nähe einer gallischen Befestigung" meint. Meint er zwei oder vielleicht 20 km? Hier ist die Aussage der Eburonen an die Sugambrer aussagekräftig, welche Atuatuca mit dem römischen Winterlager des Sabinus gleichsetzten. Also ein überschaubares Gelände. Zwar legt Caesar in seinem Bericht diese Aussage den Akteuren sozusagen in den Mund, denn belegt ist diese nicht, doch entspricht die Aussage möglicherweise der Meinung Caesars. In diesem Zusammenhang ist die Aussage des Ambiorix (Buch 5) interessant, das sich Sugambrer zwar schon über den Rhein (linksrheinisch) befinden, doch noch zwei Tage bis Atuatuca benötigen würden. Somit lag das Atuatuca nicht sehr nah am Rhein, was aber relativ zu sehen ist, denn wenn die Sugambrer etwa bei Duisburg über den Rhein wären und das Atuatuca hätte sich in Euskirchen befunden, mussten die Truppen erst einmal dorthin, quer durch das Land der Eburonen. In gerader Linie ergäbe jedoch ein Weg vom Rhein nach Westen in zwei Tagen etwa das Tal der Rur, je nachdem auf welcher Höhe man den Weg nimmt (Lippemündung, Ruhrmündung, Siegmündung). Eine interessante Deutung >>hier.
Aus den Hinweisen Caesars kann man vage deuten, das das Lager Sabinus auf einer Höhe gelegen war, vor dem es ein großes Tal gab. Die Form und Art dieses Tales wäre zu definieren. Somit eine taktisch gute Lösung in Zugang und Sicht.
Vom Lager Sabinus waren die nächsten Getreidefelder durch eine Höhe getrennt und zum rückwärtigen Teil des Lagers befanden sich Waldgebiete. Also lag das Lager wahrscheinlich nicht auf dem Löß, sondern eher an seinem Rand. Für den Lagerbau benötigten die Römer entsprechend viel Holz, welches, hätte man das Lager inmitten von Getreidefelder errichtet, ein logistisches Problem ergeben, da Holz schwer und sperrig ist.
Cicero gibt im 6. Buch noch die Notiz, das sich in 5km Umkreis um das Lager alles ruhig befindet. Konnten die Römer vom Lager rundherum 5 km weit schauen, will sagen, den nächsten Horizont sehen und was sich davor befand, einsehen?
Eine entsprechende geografische Situation der Beschreibungen Caesars ergibt sich am nördlichen und östlichen Eifelfuss, etwa von B-Vervier nach Osten bis etwa D-Düren/Langerwehe und von dort aus südöstlich bis etwa D-Euskirchen. Im östlichen Abschnitt dieses Bereichs, etwa ab D-Stolberg bis D-Euskirchen, läßt die Lage von Lößböden und Eifelanstieg eine Beschreibung Caesars zu. Stellt man eine strategische günstige Lage des Winterlages Sabinus in Rechnung, so ergibt eine mögliche Lage des Lagers im nördöstlichen Teil, also etwa um D-Eschweiler, wegen der besseren Abzugmöglichkeit nach Westen, eine gute Option (unter der Voraussetzung, das Sabinus zu Cicero wollte; was sehr wahrscheinlich ist, denn ein 90 km Luftlinenabzug durch die damals urwaldige Ardennen in Richtung Reims ist unwahrscheinlich). Andererseits bietet eine Basis am nordöstlichsten Zipfel der Ardennen einen guten Zugang zu den Lößflächen des Rheinlands, mithin den Anbaugebieten der Eburonen.
Desweiteren wird im Zusammenhang mit einem Angriff auf das Lager Cicero/ehm. Sabinus im 6. Buch b.g. eine Höhe erwähnt, welche sich nah am Lager befindet soll, und auf welchem sich die Getreideholer bei ihrer Rückkehr vor den Angriffen der Sugambrer? zurückzogen und dort teils in einem Gefecht geschlagen wurden, teils zum nahen Lager durchbrachen. Dieser Hügel sollte sich finden, wenn man das Lager sucht. Geht man von einer Nordsüdorientierung des Lagers aus, also am Eifelfuss, befinden sich die Lößflächen im Abschnitt D-Aachen bis D-Langerwehe nördlich des Eifelfusses, Eine Truppe, welche Getreide von Feldern fouragiert, würde nach Süden ziehen und von Norden in das angenommene Lager zurückkehren. Somit läge der Rückzughügel, wenn dies zutreffen würde, etwa nördlich vor dem Lager orientiert.
Hieraus ergeben sich drei neue Fragen. In welcher Relation befand sich das Lager Sabinus zu der Befestigung Atuatuca? In welche Richtung zog Sabinus die Truppe ab? Wie korrespondiert die Örtlichkeit des Engpasses als Ort des Angriffs zum Lager Sabinus?
Einfache Antworten wären: Das römische Lager befand sich mehr oder weniger in Sichtweite einer keltischen Befestigung. Sabinus zog nach Westen (mit einer Option nach Nordwesten) in Richtung zur Furt bei Maastricht (oder Maasmechelen) ab, um in 75 km Entfernung zum Lager Cicero zu gelangen. Demnach läge der Gefechtsort 3 km westlich (oder nordwestlich) des Lager Sabinus in einem Tal an einem Engpass auf einem damals ungünstigen Gelände. Nur, Caesar erwähnt mit keinem Wort, das Sabinus zu Cicero wollte. Die mögliche Alternative kann ein Zug zu Labienus bedeuten, also nach Südwesten. Dies ergäbe wieder neue Möglichkeiten, doch ist von zwei Tagen Marsch zum nächsten Lager die Rede und dies spricht für das Lager Cicero als Ziel als das näherliegende Lager.
Bei einem langen, breiten Tal ergibt die Strecke vom Abstieg bis zum Ausgang aus diesem Tal die Länge des abziehenden Heerzuges. Der Zug war somit mindestens ca. 3km lang. Doch wo ist der Engpass? Wurde das Tal an dessen Ende enger? Gingen die Römer einem engen Tal entlang oder kreuzten sie es? Möglich, das die römische Kolonne von einem Höhenzug oder einer Hochebene in westlicher Richtung eines, den Zug rechtwinklig schneidenen tieferen Tales marschierten und dieses Tal nach dessen Durchquerung wieder verließen. Der Abzug der Römer geschah demnach zwingend durch das Tal. Und angenommen, wenn sich zwischen Lager und Tal noch ein Höhenzug befand, den die Truppe erst überwinden musste, um dann in ein Tal abzusteigen? Hier bietet sich ein entsprechender, der jeweiligen Form des Tals angepasster Engpass. Ein Angriff der Eburonen eben an dieser Stelle in betreffendem Tal (Bach, Sumpf, steil, eng? etc.) wäre von den Eburonen berechenbar gewesen. Dies würde wiederum bedeuten: die Eburonen bestimmten den Ort, den Zeitpunkt und das Ziel des Angriffs. Klingt einleuchtend.
Man suche also z.B. ein Tal in der oben angesprochenen Landschaft, welches nordsüdlich, bzw. nordwestlich/südöstlich ausgerichtet ist und in dessen östlichem Umfeld sich in ca. 3km Entfernung Erhebungen befinden; und auf einer dieser Höhen Platz für ein mindestens 500x700m großes Lager mit freiem Zugang zu allen Toren und freier Sicht auf mindestens 5km Landschaft. Nicht weit davon entfernt Lößböden. Dieser Vorschlag wäre eine gute Lösung. Unwägbar sind alle Aussagen. Doch sollte man die einfachsten Lösungen in Erwägung ziehen.
Die Alternative wäre, so wie Caesar es beschreibt, eine Hochfläche zu suchen, von der aus es in ein Tal hinabgeht und in welchem sich zumindest an einer Stelle ein Engpass befinden sollte, der es erlaubt, sich von den Hängen auf ein sich in der Talmitte bewegendes Ziel ohne großen Energieverlust zu bewegen. Das Tal sollte einen entsprechende Ausgang, bzw. Aufstieg haben. Wie Engpass und Aufstieg korrespondieren, ist unklar. Die geografische Ausrichtung des Tales kann jede Himmelsrichtung haben (mit der vagen Einschränkung, das sich das Lager an dessen östlichen, südlichen oder nördlichen Ende befinden sollte, nicht jedoch am westlichen Ende).

Die Wahrscheinlichkeit, das die Römer ein Tal geschnitten und nicht gelängt haben, ist etwas größer, wenn man bedenkt, das sich ein Heerzug unter Gefechtsbedingungen nicht unbedingt in ein langes und enges Tal begibt. Und wenn doch, wofür die Quelle spricht, dieses Tal lang genug sein sollte für eine Zug von 4 - 6 km Länge. Die einzig mögliche Erklärung für den Gang der Römer durch ein Tal ist, das diese einen Angriff nicht erwarteten und das der Abzug durch das Tal der kürzeste und rationalste Weg zum nächsten Lager war. In dieser Reihenfolge.
Fakt bleibt, das der größte Teil des Zuges von einem Lager aus in/durch ein Tal ging, welches einen Abstieg hatte (aus der Sicht der Römer) und einen Ausgang (was nicht unbedingt einen Aufstieg bedeutet). Der Zug war mindestens so lang wie das Tal vom Ort des Eintritts bis hin zum Ausgang, also 3 km. In diesem Tal geschah der Hinterhalt 2 RM vom Winterlager entfernt und das Gefecht fand zwischen dem Hinterhalt und dem Lager statt. Im Grunde genommen eine sehr einfache Geschichte. Alle periphären Erklärungen zu dem Geschehen sind sekundär. Wichtig bei der Findung ist diese eine Landschaft.
Die kleine Festung Atuatuca sollte der Angelpunkt bei der Findung nach dem Ort der Ereignisse sein. Warum ist bislang nichts gefunden von alldem? Die plausibelste Antwort wäre: Fundreste aus der Peripherie des Gefechts sind durch einen Bach (Tallage des Gefechts) und den damit verbundenen Hochwassern über die Jahrhunderte "ausgeräumt" bzw. stark überlagert worden. Das Atuatuca und das Winterlager sind seit geraumer Zeit (seit dem Mittelalter) durch Industrie, Rohstoffabbau und Besiedlung überbaut, verändert und unkenntlich gemacht worden. Das ließe den Schluss zu, das sich das Ereignis in einem Siedlungsraum befinden könnte, welcher so intentiv umgestaltet wurde, das Spuren heute nicht mehr zu erkennen, bzw. zu deuten sind. Der Umkehrschluss hieße, dass vor geraumer Zeit, als die Spuren noch vorhanden waren, man nicht darauf geachtet hat (oder nicht wollte), tatsächlich nichts mehr gefunden hatte, bzw. die Dinge nicht so gedeutet hat, wie man es heute machen würde. Eine Kombination von allem sollte es sein. Die dominanten Lagen des Winterlagers und des Atuatuca bleiben im Kontext zu einem Tal als Konstante bestehen und sind nicht verändert worden. Auffällig ist jedoch, das selbst in den Anrainerstaaten keine Lager aus dieser Zeit gefunden worden sind, was den Schluss zulässt, das diese Lager sehr fragil und verhältnismässig unscheinbar gegenüber den späteren, etwa augusteischen Lagern war, siehe D-Oberaden.
Die Belgier machen die Suche nach Atuatuca zu ihrer ureigensten Sache, will sagen, Belgien setzt voraus, das die Geschichten um das Atuatuca ausschließlich innerhalb des heutigen Staatsgebietes von Belgien stattgefunden haben. Damit brechen die Belgier die Suche an ihren Staatgrenzen, speziell was Deutschland angeht, ab, was ein Aberwitz ist. Ihr Argument, welches ein sehr gutes ist: eburonische Münzen wurden fast ausschließlich westlich der Maas gefunden. Einzig einige wenige belgische >>Archäologen wagten in den 60ger Jahren des letzten Jahrhunderts die vorsichtige Vermutung, das vieles von dem, was Caesar uns über Atuatuca berichtet, im heutigen Staatsgebiet Deutschlands, sprich im Maas-Rheinland stattgefunden haben könnte. Dies hieße im Umkehrschluss für viele Belgier, Ambiorix wäre "Deutscher", was wiederum ein Aberwitz ist. Auf deutscher Seite wird nach Caesars Spuren nicht gefahndet, aber nach späteisenzeitlichen Spuren. Geforscht wird nach Caesar wenig bis gar nicht. Somit bleibt die Spekulation. Und die selbsternannten Experten.
Fazit zur Zeit für mich als Dilettant und selbsternannter Experte ist den Raum D-Aachen/D-Jülich/D-Euskirchen als ungefähre Lage des Atuatuca anzunehmen und ein Tal und ein römisches Lager in einer nicht zu definierender (aber relativ nahen) Distanz in dessen Umfeld. Nur Fakten zählen. Eine Kooperation von belgischen, holländischen, deutschen und luxemburgischen Archäologen wäre vorteilhaft. Hier bieten sich Luftauswertungen, Geländebegehungen und geomagnetische Untersuchungen an. Atuatuca liegt nicht im WWW, also raus in die Wälder, Hausaufgaben machen. Letztendlich wird Atuatuca nur durch die Archäologie/Wissenschaft bewiesen werden können und nicht von einzelnen Personen oder einem tollen Einzelfund. Somit ist eine Findung nur durch Nachhaltigkeit der Suchmethoden erreichbar, stetig und ernsthaft. Contenance und viel Erfolg!
>>Die Entdeckung der Langsamkeit
Ein 1983 erschienener Roman des deutschen Schriftstellers Sten Nadolny
Zeitspuren - Luftbildarchäologie in Hessen Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst Landesamt für Denkmalpflege Hessen Zweite, erweiterte Auflage 1997


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