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| EIN KELTISCHER ABSCHNITTSWALL IN WINDEN/KREUZAU |
Freitag, 30. 07. 2010 |
Auf einer Informationstafel direkt an der Straße auf dem Plateau von Kreuzau/Winden steht:
"Befestigungswall auf dem Hochkopf. Sogenannter Keltendamm.
Der gut erhaltene 170 m lange Abschnittswall auf dem Hochkopf riegelt ein ca. 13 ha großes Plateau ab, das im Süden und Westen von den steil zur Rur abfallenden Buntsandsteinhängen natürlich geschützt ist. Im Norden trennt ein eingeschnittener Bachlauf das Plateau vom Hemgenbach ab. Der Wall ist heute noch bis zu 3 m hoch erhalten und an seiner Basis streckenweise 10 m breit.
Durch eine Ausgrabung konnte 1938 der Aufbau des Walles geklärt werden: Im Inneren befindet sich eine 4 m dicke Trockenmauer, deren Fronten aus Buntsandsteinen noch 1 m hoch erhalten sind. Das Innere der Mauern wurde durch ein Stützgerüst aus waage- und senkrecht zum Mauerverlauf gelegter Hölzer gebildet, das mit Steingeröllen und Lehm verfüllt war. Auf der Außenseite schließt sich ein heute nicht mehr sichtbarer, 5 m breiter Sohlgraben an, der 2 m in den anstehenden Fels gearbeitet worden war. Wenige keramische Funde aus dem Mauerbereich sowie die Mauertechnik deuten auf eine Erbauung der Anlage kurz vor der Zeitwende vor dem Beginn der römischen Besetzung des Rheinlandes. Auf dem Plateau befindet sich außerdem der wüstgefallene Weiler Hemgenberg, der zwei bis drei Gebäude umfaßte und noch 1808/09 bestanden hat."
Der Abschnittswall wurde 1989 in die Liste der Bodendenkmäler der Gemeinde Kreuzau eingetragen.
Das wäre eigentlich der Stand der Dinge. Bis heute. Die keltische Fliehburg von Winden liegt etwa 30 km nordwestlich vom Ringwall in Kreuzweingarten entfernt. Die nächste Burg läge dann etwa in Eilendorf/Aachen, falls da einmal Einzugsbereich mit einem Radius von 15 km war, welcher alle Einwohner in diesem Kreis abdeckte. Denkbar ist, aber nur eine Spekulation, das mit diesen Fliehburgen eine Linie gegen die rechtsrheinischen Germanenüberfälle geschaffen wurde, so eine Art Ostwall. Auf jeden Fall wurden all diese Bauwerke im 1. Jahrhundert vor Christus zerstört, verbrannt, aufgelöst, verlassen. Caesar?

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