Atuatuca:

Atuatuca was the place where Titurius Sabinus and Auruncoleius Cotta encamped in the autumn of 54 B.C., and close to which their army was destroyed by Ambiorix, one of the two kings of the Eburones (v, 24, §4; 26 - 37; vi, 32, §§3 - 4).

Quand on parle de Romains, une série d'idées jaillissent directement à l'esprit : Jules César envahit la Gaule en 52 avant Jésus-Christ, il massacre tout sur son passage... avec Ambiorix à leur tête, les Belges "les plus braves", résistent. Vingt siècles plus tard, notre ami Astérix continue encore la lutte contre le colonialisme romain! Pourtant, la "Paix Romaine" (quatre siècles de sécurité) s'installe et va marquer toute notre histoire et notre culture.

Atuatuca is generally identified with Tongres, 12 miles NW.by N.of Liege The reasons are, first, that Tongres was undoubtedly the site of a Gallo-Roman fortress called Atuaca, which is mentioned in the Table of Peutinger (p.12, col.1) and which Ptolemy called >Atouatoukon; secondly, that this fort was situated, as the camp of Sabinus and Cotta probably was, at the junction of great roads; thirdly, that Atuatuca was in the kingdom of Ambiorix, which formed the western part of the territory of the Eburones, and which may have been separated from the kingdom of his colleague, Catuvolcus, by the Meuse; and lastly, that nobody has succeeded in finding another site which corresponds satisfactorily with Caesar's narrative. There are, however, strong arguments against identifying Atuatuca with Tongres. When Caesar said that Atuatuca `is nearly in the centre of the territory of the Eburones' (fere est in mediis Eburonum finibus [vi, 32, §4]), he could hardly have meant what his words appear, at first sight, to convey; for neither Tongres nor any other place which could reasonably be identified with Atuatuca is near the centre of that territory: probably he meant that Atuatuca was near the common frontier of the two kingdoms of which the whole territory was composed. But it is difficult to believe that he would have used the words in mediis Ebruronum finibus to indicate a site which lay 10 miles west of the Meuse and yet belonged to a people `the greater part of whose territory is between the Meuse and the Rhine' (v, 24, §4).


There are several other passages which suggest that Atuatuca was between the two rivers. Ambiorix, in his interview with Gaius Arpineius and Quintus Junius, stated that a body of Germans, who were coming to the assistance of the Gallic rebels, had crossed the Rhine, and would arrive at Atuatuca in two days (v, 27, §8). Sabinus, in the council of war which immediately followed the interview, remarked that the Rhine was close by (subesse Rhenum [29, §3]), - a phrase which, one would think, he would hardly have used if the broad flood of the Meuse had intervened between the Rhine and Atuatuca. We are told that when the Sugambri invaded the country of the Eburones they crossed the Rhine (vi, 35, §6); but we are not told that, in order to reach Atuatuca, they crossed the Meuse. When they left Atuatuca `they recrossed the Rhine' (trans Rhenum sese receperunt [41, ]); and this phrase would be misleading if they had first had to cross so important a river as the Meuse. Furthermore, readers who have seen Tongres will not easily believe that Caesar would have described it as a naturally strong position. Except on the south and south-east, where it is approached by a very gentle ascent, it is naturally defenceless; and it was against this side that the first attack of the Sugambri would have been directed. How, then, could Caesar have said that `the strength of the position entrenchments forbade any attempt to enter elsewhere' (reliquos aditus locus ipse per se munitione defendit [37, §5])'? It has been argued that Caesar was thinking of marshes which protected the camp; but where could they have been except between the south-east and the south-west, where they may have been formed by the river Geer? And even they would not have extended up to the supposed site of the camp.


Vermutete Geschichte der Atuatucer (ehem. Gallischer Stamm in der Euregio, Nachbarn der Eburonen)



Das letzte Zehntel des 2. Jahrhundert v. Chr., ist eine Zeit großer Völkerwanderungen, eingeleitet durch Überschwemmungen, welche Nord- und Ostsee verursachten und weite Küstenstriche Norddeutschlands unbewohnbar machten. Die dort ansässigen Cimbern und Teutonen setzten sich südwärts in Bewegung und erreichten 113 v. Chr. den Hercynischen, d. h. den Schwarzwald. Hier verbanden sie sich mit den Boijern des Schwarzwaldes, und “ein Teil der Teutonen machte mit zahlreicher Mannschaft einen räuberischen Einfall in das Land der Noriker”, sagt Appianus.

Dort stellte sich ihnen der römische Konsul Carbo entgegen, der aber geschlagen wurde. Trotzdem kehrten die Sieger hier bald um und gingen nordwärts der Donau durch Böhmen wieder zum Schwarzwald, von wo mit den damals dort noch ansässigen Helvetiern, speziell den Tigurinern unter Diviko, ein Raubzug nach Belgien vereinbart und auch sofort ausgeführt wurde.

Dann beschloß man einen Raubzug nach Italien. Zur Bewachung des “Gepäcks”, das sie nicht mit sich weiterführen konnten, ließen die Germanen und Helvetier in Belgien den Stamm der Atvatuker, 6000 Mann, zurück. Das “Gepäck” bestand jedenfalls in der hier und in Norikum, sowie in Böhmen gemachten Beute, dazu auch in den den Göttern geweihten Beutehügeln, von welchen uns Caesar erzählt, dass sie die Gallier auftürmen und dass selten einer sich daran vergreife.



Dann zog man unter Bojorix rheinabwärts, durch das Gebiet der Rauracher zwischen Basel und Belfort und das Gebiet der Ambarren und Arverner ins Rhônegebiet, bog aber der sich entgegenstellenden römischen Heere wegen westwärts ab.

Bei Agen an der Garonne kam es 109 v. Chr. mit Konsul Cassius zur Schlacht, die mit der Niederlage der Römer endete. Zum Zeichen der Schmach trieben die Cimbern und Tiguriner die Römer unter dem Joch durch. Dann fand die Verheerung Südfrankreichs ihren Fortgang.

Die Frage nach der Identität der Cimbern wirft einige interessante Probleme auf. Um 120 v. Chr. in Südosteuropa erstmals aufgetaucht, mußten sie nach einem gescheiterten Versuch, im Land der Boijer zu siedeln, westwärts durch Skordisker-Territorium in das Siedlungsgebiet der Taurisker und Noriker ziehen. Poseidonios, der sich eingehend mit den Cimbern befasste, wußte über ihre Herkunft nichts zu sagen. Caesar behauptete, sie seien Germanen gewesen, und man nimmt heute allgemein an, dass ihre Wanderung von Jütland ausging und auf dem Weg nach Süden andere Völkerschaften erfaßte. Die rein keltischen Namen ihrer Anführer lassen vermuten, dass die Cimbern im Verlauf ihrer Wanderung mit einem starken Keltenverband verschmolzen.



Im Jahre 109 v. Chr. tauchten si in Südgallien auf, mittlerweile durch einen weiteren Stamm verstärkt - die Teutonen. Caesar behauptet zwar, auch die Teutonen seien germanischer Herkunft gewesen, doch enthält ihr Name das keltische Wort mit der Bedeutung “Volk” (wie das irische túath); vermutlich waren sie ein nordkeltischer Stamm. Poseidonios hielt sie für einen Zweig der unbestritten keltischen Helvetier.

In Südgallien stießen die Cimbern und Teutonen mit den Römern zusammen, und nach einer Reihe unentschiedener Gefechte vernichteten sie 105 v. Chr. bei Arausio (dem heutigen Orange) ein römisches Heer. Danach wandten sich die Cimbern südwärts nach Spanien, während die Teutonen Nordgallien verwüsteten. Ein Jahr später zogen beide Verbände gemeinsam plündernd durch Gallien. Schließlich trennten sie sich erneut, und Teutonen orientierten sich wieder auf Südgallien, wo sie 102 v. Chr. bei Aquae Sextae von der römischen Armee des Marius vernichtet wurden. Die Kimbern waren unterdessen über die Alpen in die Poebene vorgedrungen. Von Marius aufgehalten, wurden die Barbaren schließlich 101 v. Chr. bei Vercallae aufgerieben. Es war eine Schreckenszeit für Rom gewesen - die Barbarenhorden unmittelbar vor der Tür, und die Erinnerung an die verheerende Kelteninvasion drei Jahrhunderte zuvor lebte beklemmend wieder auf.



Welchen ethnischen Ursprungs die Eindringlinge auch sein mochten, für Rom kamen sie aus Regionen nördlich der halb zivilisierten Kelten, mit denen die Römer eben ein bischen vertrauter wurden. Wenige Jahrzehnte später war es für Caesar politisch vorteilhaft, diese Stämme als Germanen zu klassifizieren. Auch für die in Gallien ansässigen Kelten hatten diese Invasionen verheerende Folgen. Die Helvetier, die zu dieser Zeit im Rhein-Donau-Winkel saßen, wanderten nach Süden in die heutige Schweiz, während sich die Tiguriner helvetischer Abstammung den plündernden Horden anschlossen. Später stieß ein weiterer Keltenstamm zu dem Gemisch, die Volken-Tektosagen: Sie waren es, die gemeinsam mit den Tigurinern 107 v. Chr. bei Bordeaux das von Cassius Longinus geführte römische Heer besiegten und die gedemütigten Truppen zum Marsch unter dem Joch zwangen. Einzig die Belgen im Norden waren stark genug, um den Eindringlingen Widerstand zu leisten.

Die Gesamtsituation Galliens in der letzten Dekade des 2. Jahrhunderts v. Chr. ist schwer zu entwirren. Die Wanderungen der Cimbern und Teutonen hatten so manchen Keltenstamm entwurzelt. Es ist durchaus möglich, dass zu dieser Zeit auch Siedlergruppen über den Kanal nach Südostbritannien vordrangen.

Die Wanderungen jedoch als von Germanen ausgelöste Invasionen darzustellen (wie es die späteren römischen Autoren taten), wäre freilich eine allzu grobe Vereinfachung. Welcher Abstammung die Cimbern auch gewesen sein mögen - die wandernden Stämme waren vermutlich überwiegend Kelten aus den nördlichen Randzonen der keltischen Welt.

Auf Druck aus dem Norden reagierten die benachbarten Stämme so anfällig, dass ein einziges und möglicherweise ganz bescheidenes Unternehmen wie die Auswanderung einiger Cimbernscharen plötzliche und weitverbreitete Völkerverschiebungen auszulösen vermochte - eine Situation der Instabilität, die über 600 Jahre andauern sollte.

Caesar Bello Gallico Liber II 29 schreibt über den Stamm der Atuatuci:
“... sie (die Atuatuker) selbst waren Nachkommen der Cimbern und Teutonen, die auf ihrem Zug in unsere Provinz und nach Italien ihr Hab und Gut, das sie nicht mit sich führen oder tragen konnten, diesseits des Rheines in Sicherheit brachten und eine Schutzwache von sechstausend Mann dabei zurückließen. Diese hatten sich nach dem Untergang ihrer Stämme viele Jahre lang mit ihren Nachbarn herumgeschlagen, indem sie bald angriffen, bald sich gegen Überfälle verteidigten, und sich bei einem Friedensschluß nach allseitiger Übereinkunft diesen Raum zum Wohnsitz gewählt.


Eburonische Rebellin, als Mann verkleidet, erschlägt mit Kochlöffel einen römischen Torwart.